Eine Sammelklage gegen die Solana-Plattform Pump.fun und ihre Betreiber setzt SOL unter Druck. Die Kryptowährung verlor in den vergangenen sieben Tagen rund 8 Prozent und notiert bei 127 Dollar. Gleichzeitig kämpft das gesamte Krypto-Segment mit schwachem Sentiment – Bitcoin kommt nicht über 88.500 Dollar hinaus, was auf Altcoins wie Solana durchschlägt.

Pump.fun im Visier der Justiz

Im Zentrum der Turbulenzen steht eine Klage vor dem Bundesgericht im südlichen Bezirk New Yorks. Pump.fun, eine bekannte Memecoin-Plattform auf Solana, sowie die Solana Foundation, Solana Labs und deren Führungskräfte werden beschuldigt, Token-Launches manipuliert zu haben.

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Die Kläger werfen den Betreibern vor, Insidern über Solanas Validator-Infrastruktur und Jito Labs' Transaktionssteuerung bevorzugten Zugang verschafft zu haben. Interne Chatprotokolle – fast 5.000 an der Zahl – sollen belegen, dass Pump.fun-Mitgründer Alon Cohen einräumte, die meisten Nutzer würden auf der Plattform Verluste erleiden. Die Plattform wird als „manipuliertes Casino" bezeichnet, das systematisch Wert von normalen Nutzern abzog.

Am 23. Januar wies ein Bundesrichter einen Antrag auf Sanktionen zurück, mit dem die Kläger geltend machten, Pump.fun habe eine Einschüchterungskampagne gegen beteiligte Anwälte ermöglicht.

Entwicklung trotz rechtlicher Unsicherheit

Trotz der juristischen Altlasten zeigt das Solana-Ökosystem weiterhin Aktivität. Ondo Finance brachte mit Global Markets über 200 tokenisierte traditionelle Finanzanlagen auf die Blockchain. Coinbase schloss die Integration von Solana in seiner App ab, BitGos Börsengang wurde nahezu in Echtzeit über Ondo Global Markets auf Solana abgebildet.

Backpack-CEO Armani Ferrante betonte gegenüber CoinDesk, die Branche konzentriere sich zunehmend auf Finanzinfrastruktur: „Es geht weniger um NFTs oder spekulative Spiele, sondern viel mehr um Finanzen."

Die Netzwerkaktivität spiegelt diese Tendenz wider. Aktive Adressen stiegen Mitte Januar von 4,7 Millionen auf 18,9 Millionen, wöchentliche Transaktionen kletterten von 390 Millionen auf 530 Millionen. Allerdings sank der Total Value Locked (TVL) auf 8,4 Milliarden Dollar.

Token-Freischaltungen und Makro-Druck

Ende Januar werden größere Token-Mengen aus Solana-Projekten entsperrt. Jupiter gibt am 28. Januar Tokens im Wert von knapp 10 Millionen Dollar frei, Kamino folgt am 30. Januar mit einem ähnlichen Betrag. Zusätzliches Angebot könnte den Kurs weiter belasten.

Das makroökonomische Umfeld bleibt angespannt. Die Fed-Sitzung am 29. Januar dürfte keine Zinsänderung bringen, doch Handelskonflikte und schwache Aktienmärkte drücken auf risikoreichere Assets. Kryptowährungen hinken anderen Anlageklassen hinterher.

Der Ausgang der Pump.fun-Klage könnte weitreichende Folgen für Memecoin-Plattformen haben. Solanas technische Infrastruktur bleibt für institutionelle Anwendungen interessant – die kurzfristige Volatilität dürfte jedoch anhalten.

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