Solana steckt in einem Dilemma: Während der Kurs unter die 130-Dollar-Marke rutscht, explodieren die Nutzerzahlen. Verantwortlich dafür ist eine Welle KI-gesteuerter Aktivität auf der Blockchain – zeitgleich mit dem Start des Seeker-Tokens für das Mobile-Ökosystem.

Kurs unter Druck, Netzwerk auf Höhenflug

Der Preis bewegt sich aktuell in einer engen Spanne zwischen 127 und 129 Dollar. Technische Indikatoren wie der Supertrend deuten kurzfristig auf weitere Schwäche hin, die nächste Unterstützung liegt bei 124 Dollar. Die Marke von 148 Dollar gilt als erste nennenswerte Hürde nach oben.

Doch die Fundamentaldaten erzählen eine andere Geschichte. Die wöchentlich aktiven Adressen auf der Solana-Blockchain schossen von 4,7 Millionen auf knapp 19 Millionen hoch. Das Transaktionsvolumen kletterte im gleichen Zeitraum von 390 Millionen auf 530 Millionen. Auslöser ist der sogenannte "Claude Code"-Trend: Entwickler nutzen KI-Tools von Anthropic, um automatisierte Agenten auf Solana laufen zu lassen.

Zeitgleich gingen neue Infrastruktur-Projekte an den Start. Die Analysefirma Nansen brachte am 21. Januar KI-gestützte Trading-Tools auf den Markt, die Trades per Sprachbefehl ermöglichen. Heute folgt die Plattform Pick.trade mit Social-Trading-Funktionen.

Seeker-Token startet mit Volatilität

Der Launch des Seeker-Tokens (SKR) am 21. Januar sorgte für zusätzliche Dynamik. Das Utility- und Governance-Token für das Solana-Mobile-Ökosystem wurde an über 100.000 Smartphone-Nutzer und Entwickler verteilt – insgesamt 2 Milliarden Token, 20 Prozent des Gesamtangebots.

Die ersten Handelssstunden verliefen volatil. Der Kurs legte innerhalb von 24 Stunden um 77 bis 100 Prozent zu, das Handelsvolumen überstieg 120 Millionen Dollar. Bemerkenswert: Rund 44 Prozent der beanspruchten Token wurden sofort gestakt, ein Signal für langfristig orientierte Halter trotz des typischen Verkaufsdrucks nach einem Airdrop.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Solana?

Institutionelle Käufer bleiben dabei

Während US-amerikanische Bitcoin-ETFs am 21. Januar Nettoabflüsse von 707 Millionen Dollar verzeichneten, sammelten Solana-ETFs in der dritten Januarwoche 46,88 Millionen Dollar ein. Das institutionelle Interesse bleibt also bestehen, selbst wenn der breitere Kryptomarkt unter Druck steht.

Ein Punkt trübt das Bild: Der Total Value Locked (TVL) im DeFi-Bereich sank leicht auf 8,4 Milliarden Dollar. Der Rückgang ist allerdings primär preisbedingt – gemessen in SOL-Token blieb das Volumen stabil.

Regulierung nimmt Meme-Coins ins Visier

Auf regulatorischer Ebene bahnt sich eine Änderung an. Senator John Boozman veröffentlichte am 21. Januar einen überarbeiteten Gesetzesentwurf zur Krypto-Marktstruktur. Erstmals werden darin explizit "Meme Coins" als "Digital Commodities" unter Aufsicht der CFTC definiert. Für Solana, das eine lebhafte Meme-Coin-Szene beherbergt, könnte das mittelfristig neue Rahmenbedingungen bedeuten.

Solana zeigt momentan zwei Gesichter: Der Preis kämpft mit makroökonomischen Gegenwinden, während die Netzwerkaktivität Rekorde bricht. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die fundamentale Stärke den Kurs stabilisieren kann.

Anzeige

Solana: Kaufen oder verkaufen?! Neue Solana-Analyse vom 22. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Solana-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Solana-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Solana: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...