Solana: ETF-Fantasie mit Rendite
Solana steht zum Jahresstart gleich mehrfach im Rampenlicht. Neben einem neuen ETF-Vorstoß ausgerechnet von Morgan Stanley treiben ein wichtiges Netzwerk-Upgrade und frische Ökosystem-Projekte die Diskussion. Spannend ist vor allem die Frage, wie stark ein möglicher renditetragender ETF die Rolle von Solana im institutionellen Krypto-Universum verändern kann.
Technische Lage und Kursumfeld
Solana hat sich zuletzt deutlich von seinem Jahrestief gelöst und notiert mit rund 138 US‑Dollar wieder spürbar über der 130‑Dollar-Zone. Damit liegt der Kurs etwa 9 % über dem Niveau von vor einer Woche, bleibt aber klar unter dem 52‑Wochen-Hoch, von dem Solana aktuell rund 41 % entfernt ist.
Aus technischer Sicht spielt sich das Geschehen in einer relativ engen Spanne ab. Händler beobachten vor allem:
- Widerstandszonen:
- Erstes markantes Hindernis: 140,78 US‑Dollar
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Zweiter Widerstand: 143,46 US‑Dollar
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Unterstützungszonen:
- Nächste Absicherung: 134,97 US‑Dollar
- Tieferer Support-Bereich: um 132,53 US‑Dollar
Analysten verweisen darauf, dass in der Mitte der 120er-Spanne immer wieder Liquidationen auftreten, Solana sich aber vergleichsweise stabiler zeigt als viele hochvolatile Meme-Coins. Die aktuelle Seitwärtsphase läuft zudem in einem Umfeld, in dem Krypto-ETFs insgesamt eher Abflüsse verzeichnen – Solana hält sich dabei bislang über seinen zentralen Unterstützungsbereichen.
Morgan Stanley plant Solana-ETF mit Staking
Der wichtigste Kurstreiber in dieser Woche kommt klar von der institutionellen Seite. Morgan Stanley hat am 6. Januar 2026 bei der US-Börsenaufsicht SEC einen S‑1-Antrag für einen Solana Trust eingereicht, der explizit Staking integriert.
Aus Marktsicht ist das aus drei Gründen bemerkenswert:
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Renditekomponente durch Staking
Der geplante Trust soll Staking-Erträge zwischen 5 % und 7 % pro Jahr ermöglichen. Damit würde sich das Produkt deutlich von den ersten Bitcoin-Spot-ETFs abheben, die keine laufenden Erträge bieten. Für institutionelle Investoren, die auf Cashflows achten, ist das ein klarer Unterschied. -
Breiterer Marktzugang über E*Trade
Morgan Stanley will die neuen Krypto-Produkte in der ersten Jahreshälfte 2026 über die eigene E*Trade-Plattform handelbar machen. Damit könnten potenziell Millionen von Kunden relativ einfach Zugang zu Solana-Exposure mit Staking-Komponente erhalten. -
Regulatorischer Rahmen
Der Antrag steht vor dem Hintergrund des GENIUS Act aus Mitte 2025 und angepasster SEC-Listing-Standards. Diese rechtliche Grundlage erleichtert strukturierten Krypto-Produkten den Weg an den Markt und signalisiert, dass Solana zunehmend als regulierbares Kernasset neben Bitcoin und Ethereum gesehen wird.
Dass Morgan Stanley hier ähnlich vorgeht wie bei Ethereum-Produkten, werten Marktbeobachter als Hinweis, dass Solana im TradFi-Bereich dauerhaft neben den größten Netzwerken verankert werden soll.
Netzwerk-Upgrade: v3.0.14 im Fokus
Parallel zu den ETF-Plänen wird auch technisch an der Basis gearbeitet. Am Wochenende wurde das v3.0.14-Upgrade für die Mainnet-Beta-Validatoren von Solana ausgerollt.
Die Entwickler sprechen von „kritischen Patches“, die für die Stabilität des Netzwerks notwendig sind. Das Update wird allen Validatoren – ob mit oder ohne Staking – zur sofortigen Implementierung empfohlen. Kontinuierliche technische Verbesserungen bleiben ein zentrales Argument für Solana, insbesondere mit Blick auf Anwendungen mit hohem Transaktionsvolumen im Finanzbereich.
Die erfolgreiche Einführung von v3.0.14 ist auch mit Blick auf institutionelle Nutzer entscheidend. Unternehmen wie JPMorgan, das Ende 2025 Solana für die Emission von Unternehmensanleihen genutzt hat, sind auf hohe Verfügbarkeit und robuste Sicherheit angewiesen. Ausfallzeiten oder Instabilitäten würden hier unmittelbar auf die Akzeptanz bei Großkunden durchschlagen.
Ökosystem: Neue Projekte und Corporate-Treasuries
Rund um die Solana Virtual Machine (SVM) wächst das Ökosystem weiter in neue Bereiche hinein. Diese Woche stechen zwei Entwicklungen hervor:
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Layer‑2 auf Bitcoin-Basis:
Das Projekt Bitcoin Hyper hat über 29,5 Millionen US‑Dollar eingesammelt, um eine Bitcoin-Layer‑2-Blockchain auf Basis der Solana VM zu entwickeln. Das unterstreicht die technische Flexibilität der SVM und zeigt, dass Solana-Technologie auch zur Skalierung anderer Netzwerke eingesetzt wird. -
Corporate Treasury Management mit SOL:
Die börsennotierte DeFi Development Corp (Nasdaq: DFDV) meldet ein starkes Jahresende 2025 und betont ihre Rolle im Management einer Solana-Treasury. Gemeinsam mit dem Hylo-Protokoll arbeitet das Unternehmen daran, Renditen und Validator-Erlöse zu optimieren. Statt Solana-Bestände passiv zu halten, werden sie aktiv zur Ertragsgenerierung eingesetzt – ein Beispiel dafür, wie Unternehmen SOL explizit als Bilanzposition managen.
Solche Initiativen stärken das Bild eines Netzwerks, das nicht nur von Privatanlegern, sondern zunehmend auch von professionellen Marktteilnehmern genutzt wird.
Ausblick: Wichtige Marken und nächste Schritte
Für die kommenden Wochen richten sich viele Augen auf die Marke von 140,78 US‑Dollar. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte das Ende der aktuellen Konsolidierungsphase markieren und den Weg in höhere Kursregionen öffnen. Auf der Unterseite wäre ein Bruch des Bereichs um 135 US‑Dollar ein Warnsignal, das einen Test tieferer Liquiditätszonen nahe 132 US‑Dollar wahrscheinlich machen würde.
Fundamental treffen mehrere Entwicklungen zusammen: die v3.0.14-Stabilitätsupdates, wachsende Ökosystem-Projekte und der potenzielle Start eines renditetragenden Morgan-Stanley-Produkts im Laufe des ersten Halbjahres 2026. Für das laufende Quartal lässt sich damit klar festhalten: Solana hat sich im institutionellen Gesprächskreis etabliert, und die Entscheidung der SEC über den ETF-Antrag dürfte ein zentrales Ereignis für die weitere Kurs- und Adoptionsdynamik werden.
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