Solana: Aufwärtstrend fortgesetzt!
Solana startet mit Rückenwind in die neue Woche. Während klassische Krypto-Schwergewichte wie Bitcoin und Ethereum über ETF-Abflüsse klagen, fließt frisches Geld in Solana-Produkte. Gleichzeitig zeigt ein Blick auf die Blockchain-Daten: Die Kurserholung läuft der tatsächlichen Netzwerknutzung davon. Wie belastbar ist dieser Aufschwung?
Starke Nachfrage über ETFs
Der wichtigste Treiber der aktuellen Stärke kommt von institutioneller Seite. Spot-Solana-ETFs verzeichnen seit acht Wochen in Folge Nettozuflüsse. In der vergangenen Woche summierten sich diese Gelder auf 41,08 Millionen US-Dollar, allein am Freitag waren es rund 13,7 Millionen Dollar.
Im direkten Vergleich steht Solana damit besser da als Bitcoin- und Ethereum-ETFs, die weiterhin unter Nettoabflüssen leiden. Marktbeobachter werten die Entwicklung als Hinweis darauf, dass Investoren verstärkt auf wachstumsstarke Layer-1-Protokolle außerhalb der etablierten Top-2 setzen.
Insgesamt verwalten Solana-ETFs inzwischen mehr als 1 Milliarde US-Dollar. An der Spitze steht der Bitwise-ETF BSOL mit 681 Millionen Dollar, gefolgt von Grayscales GSOL (170 Millionen Dollar) und Fidelitys FSOL (125 Millionen Dollar). Zusätzlich hat Morgan Stanley einen S-1-Antrag für einen eigenen Solana-ETF eingereicht – ein weiterer Schritt in Richtung Mainstream-Akzeptanz.
Kursseitig spiegelt sich diese Nachfrage bereits wider: SOL notiert aktuell bei 142,99 US-Dollar, rund 13 % höher als zu Jahresbeginn, liegt aber noch deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch und damit in einer Erholungsphase nach einem vorangegangenen Rückgang.
On-Chain-Daten: Schwäche bei neuen Nutzern
So positiv die ETF-Ströme wirken, auf Protokollebene zeigt sich ein gemischtes Bild. Besonders auffällig: Die Kennzahl „Network Growth“, also der Zuwachs neuer Adressen pro Woche, ist deutlich rückläufig. Laut Daten von Santiment fiel sie von 30,2 Millionen im November 2024 auf derzeit nur noch 7,3 Millionen.
Dieser Rückgang deutet darauf hin, dass der jüngste Kursanstieg bislang kaum neue Nutzer ins Ökosystem zieht. Historisch waren die nachhaltigsten Solana-Rallys jedoch von einem Anstieg neuer Investoren und Nutzer begleitet – ein Element, das aktuell fehlt.
Positive On-Chain-Signale im Überblick
Trotz der Schwäche bei der Neukundengewinnung gibt es mehrere konstruktive Signale:
- Total Value Locked (TVL): Über 9 Milliarden US-Dollar im Protokoll gebunden
- Aktive Adressen: Anstieg von 3,38 auf 3,78 Millionen Anfang Januar
- Stablecoin-Angebot: Erreicht neue Höchststände auf Solana
- DEX-Volumina: Bleiben gegenüber Ende 2025 klar erhöht
Unterm Strich zeigt sich damit: Die bestehende Nutzerbasis bleibt aktiv, Kapital im Ökosystem nimmt zu – nur der Zustrom ganz neuer Adressen schwächelt.
Derivatemarkt und Technik sprechen für die Bullen
Auch im Futures-Markt überwiegt derzeit der Optimismus. Das Open Interest in Solana-Futures legte in den vergangenen 24 Stunden um 4,90 % auf 8,58 Milliarden US-Dollar zu. Die Long-zu-Short-Ratio liegt bei 1,0235 und signalisiert leicht überwiegende Long-Positionen.
Die Liquidationsdaten unterstreichen die bullische Tendenz: In den letzten 24 Stunden wurden Short-Positionen im Wert von 12,61 Millionen US-Dollar aufgelöst, Longs dagegen nur in Höhe von 2,14 Millionen US-Dollar. Steigende Kurse zwingen also vor allem Leerverkäufer aus dem Markt.
Aus technischer Sicht haben die Käufer einige wichtige Marken zurückerobert. SOL liegt klar über dem 50-Tage-Durchschnitt von 131,89 US-Dollar, was die laufende Erholung untermauert. Charttechniker achten besonders auf die Zone um 143 US-Dollar: Dort verläuft die Nackenlinie einer möglichen inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Ein Ausbruch darüber könnte ein rechnerisches Kursziel von rund 178 US-Dollar aktivieren.
Wichtige Widerstände im Blick:
- Kurzfristig: 145 US-Dollar
- Darüber: 150–159 US-Dollar
- Größerer Zielbereich: 178 US-Dollar (Formationstarget)
Der Chaikin Money Flow liegt seit Anfang November durchgehend im positiven Bereich – ein Hinweis auf anhaltende Nettozuflüsse in den Markt.
Ökosystem-News stützen die Story
Parallel zu Kurs und ETF-Strömen wächst das Solana-Ökosystem weiter. Mehrere Entwicklungen liefern zusätzliche Storys für Investoren:
- Privacy-Hackathon: Seit 12. Januar läuft ein Entwicklerwettbewerb mit 75.000 US-Dollar Preisgeld rund um private Zahlungen und neue Privacy-Funktionen.
- Pump.fun-Updates: Die Token-Launchpad-Plattform hat neue Tools eingeführt, die für mehr Nutzerbeteiligung und höhere Transaktionsvolumina sorgen.
- Solana Mobile SKR Airdrop: Für den 20. Januar ist ein Airdrop geplant, der Besitzern des „Seeker“-Smartphones mehr Kontrolle über ihre Geräte sichern soll.
- Wyoming-Stablecoin FRNT: Der erste bundesstaatlich gestützte Stablecoin der USA ist Anfang Januar auf Solana gestartet.
Zudem generierte das Netzwerk im Jahr 2025 Anwendungserlöse von 2,39 Milliarden US-Dollar. Das zeigt, dass die Aktivität auf Solana zunehmend über reine Spekulation hinausgeht und Anwendungen tatsächlich Umsätze erzielen.
Fazit: Solana zwischen ETF-Power und Adoptionslücke
In der Summe präsentiert sich Solana Mitte Januar 2026 als Marktsegment mit deutlicher institutioneller Unterstützung und lebendiger Ökosystem-Dynamik. Acht Wochen ununterbrochene ETF-Zuflüsse, ein verwaltetes Vermögen von über 1 Milliarde US-Dollar in Solana-Produkten und der Einstieg weiterer großer Anbieter wie Morgan Stanley sprechen für ein gewachsenes Vertrauen professioneller Investoren.
Dem gegenüber steht jedoch der klare Rückgang bei neuen Netzwerkadressen. Diese Adoptionslücke begrenzt bislang das Fundament der Rally, auch wenn höhere TVL-Werte, steigende aktive Adressen und wachsende Stablecoin-Bestände ein stabiles Kernökosystem signalisieren. Kurzfristig rücken damit vor allem die technischen Marken zwischen 145 und 150 US-Dollar sowie das potenzielle Ausbruchsszenario in Richtung 178 US-Dollar in den Fokus, während für eine längerfristig tragfähige Aufwärtsbewegung wieder stärkerer Zufluss neuer Nutzer entscheidend wäre.
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