Vier Handelssitzungen, fast 20 Prozent Rückgang vom Wochenhoch — Silber erlebt eine der schärfsten Korrekturphasen des laufenden Jahres. Auslöser ist die überraschend restriktive Haltung der US-Notenbank, die den Markt auf dem falschen Fuß erwischt hat.

Die Fed reduzierte am Mittwoch ihre Zinssenkungsprognosen für 2026 von zwei auf eine — und verwies dabei auf anhaltenden Inflationsdruck aus der Straße von Hormuz. Die Folge: Der Dollar-Index zog an, zehnjährige Treasury-Renditen stiegen auf 4,25 Prozent. Für nicht-verzinsliche Edelmetalle ein doppelter Gegenwind. Zinssenkungserwartungen haben sich mittlerweile auf 2027 verschoben, während die Märkte für EZB und Bank of England in diesem Jahr sogar zwei Erhöhungen einpreisen.

Am Freitagmorgen notierte Silber bei 72,10 Dollar je Unze — der tiefste Stand seit Anfang Februar.

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Minenaktien und ETFs unter Druck

Der Ausverkauf beschränkte sich nicht auf das physische Metall. Der ProShares Ultra Silver ETF verlor im vorbörslichen Handel rund 20 Prozent, der iShares Silver Trust und der Aberdeen Physical Silver Shares ETF gaben jeweils mehr als vier Prozent nach. First Majestic Silver und Coeur Mining büßten über sechs beziehungsweise fünf Prozent ein. In Europa verlor der Stoxx Europe Basic Resources Index sechs Prozent.

Silber verstärkt Bewegungen von Gold typischerweise in beide Richtungen — wegen seiner Doppelrolle als Wertanlage und Industriemetall. Gold fiel über zwei Sitzungen um sechs Prozent, Silber vom Wochenhoch aus fast 20 Prozent. Auf Wochensicht steuert Gold auf ein Minus von rund neun Prozent zu, Silber auf mehr als zehn Prozent.

Die 70-Dollar-Marke als Schlüssel

Technisch steht Silber an einem kritischen Punkt. Die 70-Dollar-Marke hat in diesem Jahr bereits zweimal als Unterstützung gehalten — und wird nun erneut getestet. Ein nachhaltiger Bruch darunter würde den 200-Tage-Durchschnitt bei rund 62 Dollar ins Blickfeld rücken, danach die historischen Hochs vom Oktober 2025 bei etwa 55 Dollar.

Das Fed-Protokoll zeigt einen Ausschuss, der tief besorgt über eine „Cost-Push-Inflation" aus geopolitischer Volatilität und strukturell steigenden Energiekosten ist. Solange dieser Druck anhält, bleibt das Umfeld für Edelmetalle schwierig — trotz der beeindruckenden Rallys des Vorjahres, als Silber um 135 Prozent zulegte.

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