Silber: Achterbahnfahrt im Krisenmodus
Der Silberpreis erlebt eine der wildesten Handelswochen seit Jahren. Nach einem geopolitisch getriebenen Ausbruch über 96 Dollar und einem anschließenden Absturz um über 12 Prozent pendelt das Edelmetall zwischen Kriegsangst und Rezessionssorgen. Die Schließung der Straße von Hormuz hatte zunächst Safe-Haven-Käufe ausgelöst – doch die Euphorie währte nur 48 Stunden.
Am Donnerstag, den 5. März, notierte Silber bei 82,78 Dollar je Unze, nachdem es nur zwei Tage zuvor noch auf 83,70 Dollar gefallen war. Zum Wochenstart hatte das Metall kurzzeitig die 96-Dollar-Marke geknackt, bevor es intraday um 7 Prozent einbrach. Die komplette Kriegsprämie wurde binnen zwei Handelstagen wieder vernichtet.
Iran-Konflikt treibt, Dollar bremst
Auslöser der Volatilität waren die US-israelischen Angriffe auf den Iran, die Tötung von Oberster Führer Khamenei und die Schließung der Straße von Hormuz. Als die Märkte diese Schocks teilweise verarbeiteten, setzte eine heftige Gegenbewegung ein. Ein erstarkender Dollar und steigende Zinserwartungen belasteten zusätzlich.
Hinzu kommen handelspolitische Unsicherheiten: US-Finanzminister Scott Bessent kündigte an, dass die globale Zollgebühr von 15 Prozent voraussichtlich noch diese Woche in Kraft tritt. Die Kombination aus Kriegsrisiko und Rezessionsangst erzeugt bei Silber widerstreitende Drücke – das Metall wird sowohl als sicherer Hafen als auch als Industrierohstoff gehandelt.
Fundamentale Knappheit als Stütze
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Silber Preis?
Jenseits der kurzfristigen Turbulenzen bleibt die strukturelle Lage angespannt. Der Silbermarkt steuert auf das fünfte Defizitjahr in Folge zu, mit einem kumulierten Angebotsfehlbetrag von 820 Millionen Unzen zwischen 2021 und 2026. Die Minenproduktion stagniert bei rund 813 Millionen Unzen – mehr als 70 Prozent davon fallen als Nebenprodukt bei Kupfer-, Blei- und Zinkförderung an.
Die Nachfrageseite zieht weiter an: Die Photovoltaikindustrie verbraucht jährlich über 230 Millionen Unzen, Elektrofahrzeuge benötigen 25 bis 50 Gramm pro Fahrzeug. Ende Januar hatte Silber mit 120 Dollar ein neues Allzeithoch markiert – im Jahresvergleich steht trotz der jüngsten Korrektur ein Plus von mehr als 25 Prozent zu Buche.
Institutionelle Prognosen: Breite Spanne
Die Markteinschätzungen für 2026 klaffen weit auseinander. J.P. Morgan Global Research erwartet im Jahresdurchschnitt 81 Dollar je Unze – mehr als doppelt so viel wie 2025. Die Bank of America hält an einer außergewöhnlichen Prognose von 309 Dollar fest, basierend auf einer historischen Kompression des Gold-Silber-Verhältnisses.
Die kommenden Wochen dürften weiter von hoher Volatilität geprägt sein. Ob der Iran-Konflikt eskaliert oder diplomatische Kanäle greifen, wird die kurzfristige Richtung bestimmen. Die fundamentale Angebotsknappheit und steigende Industrienachfrage sprechen mittelfristig für höhere Preise – sofern die Rezessionsängste nicht überhandnehmen.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 6. März liefert die Antwort:
Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








