Siemens Healthineers schärft sein Profil auf dem US-Markt und kombiniert dabei strategische Partnerschaft mit klaren Wachstumszielen. Während eine neue Kooperation im Bereich Schmerztherapie Impulse für das operative Geschäft liefern soll, bereitet die Mutter Siemens AG eine deutliche Reduzierung ihrer Beteiligung vor. Wie fügt sich das in das Gesamtbild vor den anstehenden Quartalszahlen ein?

Neue US-Partnerschaft in der Schmerztherapie

Im Mittelpunkt steht eine Kooperation mit Avanos Medical, einem auf Schmerztherapie spezialisierten Anbieter in den USA. Gemeinsam wollen die Partner ein integriertes Angebot für die interventionelle Schmerzbehandlung aufbauen.

Kern der Vereinbarung:

  • Kombination der Technologien:
  • mobile C-Bogen-Bildgebungssysteme von Siemens Healthineers
  • Radiofrequenzablation-Systeme von Avanos Medical
  • Zielkunden: ambulante Operationszentren, Krankenhäuser, spezialisierte Schmerzpraxen
  • Anspruch: effizientere Arbeitsabläufe und höhere Behandlungsqualität durch ein abgestimmtes Komplettpaket

Mit diesem Ansatz zielt das Unternehmen klar auf den wachsenden ambulanten Sektor in den USA. Dort werden immer mehr Eingriffe außerhalb klassischer Klinikstrukturen durchgeführt, was integrierte, mobile und wirtschaftliche Lösungen attraktiv macht.

Wachstumsziele ohne China-Effekt

Strategisch passt die Kooperation zu den Aussagen des Managements auf der jüngsten J.P. Morgan Healthcare Conference. Dort wurde die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 bekräftigt:

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  • erwartetes Umsatzwachstum: 5 bis 6 Prozent
  • expliziter Ausschluss des China-Geschäfts aus dieser Zielsetzung
  • Fokus auf organisches Wachstum in anderen Regionen, insbesondere in Nordamerika und weiteren internationalen Märkten

Die Botschaft: Das Unternehmen will zeigen, dass es sein Wachstum auch ohne zusätzlichen Rückenwind aus China aus eigener Kraft in anderen Regionen stemmen kann. Die US-Kooperation im Schmerzsegment ist ein Baustein dieser Strategie.

Chartseitig spiegelt sich die Zurückhaltung der Anleger bisher in einem moderaten Rückgang wider: Auf Sicht von zwölf Monaten liegt die Aktie rund 20 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres, der Abstand zum 52‑Wochen-Hoch von 57,78 Euro beträgt aktuell gut 25 Prozent. Damit ist der Titel von früheren Höchstständen ein gutes Stück entfernt, ohne jedoch in eine extreme Stresszone abzugleiten.

Siemens reduziert Beteiligung – mehr Streubesitz in Sicht

Parallel zur operativen Ausrichtung läuft eine wichtige strukturelle Veränderung in der Eigentümerbasis. Die Siemens AG plant, ihre Beteiligung von derzeit etwa 67 Prozent deutlich zu verringern.

Geplant ist:

  • ein Teil der Anteile soll direkt an Siemens-Aktionäre übertragen werden
  • der frei handelbare Anteil der Healthineers-Aktie würde dadurch signifikant steigen

Ein höherer Streubesitz kann mittelfristig die Index- und Fondsrelevanz erhöhen und die Handelbarkeit verbessern, verändert aber zugleich die Rolle der Muttergesellschaft als dominierender Ankeraktionär. Die konkrete Marktreaktion wird wesentlich davon abhängen, zu welchen Konditionen und in welchem zeitlichen Rahmen die Reduktion umgesetzt wird.

Quartalszahlen als nächster Gradmesser

Der nächste zentrale Termin steht bereits fest: Am 5. Februar 2026 legt Siemens Healthineers die Zahlen für das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres vor. Dann wird sich zeigen,

  • wie der Jahresstart ohne Beitrag aus China verlaufen ist,
  • ob die Wachstumsziele im Korridor von 5 bis 6 Prozent untermauert werden,
  • und inwieweit die Strategie im ambulanten und US-Geschäft erste Spuren in den Kennzahlen hinterlässt.

Damit bilden drei Elemente derzeit den Kern der Investmentstory: die neue US-Partnerschaft im Bereich Schmerztherapie, das bestätigte Wachstumsziel ohne China-Effekt und die geplante Reduzierung der Siemens-Beteiligung. Die Quartalszahlen Anfang Februar werden ein wichtiger Prüfstein dafür, wie belastbar dieser Dreiklang ist.

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