Siemens Healthineers meldet eine strategische Allianz für den wichtigen US-Markt, doch die Börse straft das Papier weiter ab. Während der Kurs auf Wochensicht deutlich nachgibt, weisen Analysten auf eine wachsende Diskrepanz zwischen operativer Entwicklung und Börsenbewertung hin. Ignoriert der Markt hier eine entscheidende Weichenstellung?

  • US-Offensive: Neue Kooperation mit Avanos Medical für Schmerztherapien.
  • Abwärtstrend: Kursverlust von rund 6,5 Prozent in den letzten sieben Tagen.
  • Analysten-Votum: Kursziele liegen bis zu 40 Prozent über dem aktuellen Niveau.

Strategische Expansion trifft auf schwachen Kurs

Ungeachtet der jüngsten Kursverluste treibt das Management die Expansion im US-Gesundheitssektor voran. Am gestrigen Dienstag verkündete der Konzern eine Co-Marketing-Vereinbarung mit dem US-Spezialisten Avanos Medical. Ziel der Partnerschaft ist der lukrative Markt für ambulante Schmerztherapien. Dabei werden die bildgebenden C-Bogen-Systeme von Siemens mit der Technologie von Avanos kombiniert, um die Präsenz in amerikanischen Operationszentren zu stärken.

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An der Börse findet diese operative Nachricht jedoch keinen Widerhall. Die Aktie notiert aktuell bei 44,00 Euro und verzeichnet damit ein leichtes Minus von 0,45 Prozent zum Vortag. Besonders deutlich wird die negative Stimmung im Wochenverlauf: In den letzten sieben Tagen verlor der Titel rund 6,5 Prozent an Wert und nähert sich damit wieder dem 52-Wochen-Tief bei 40,85 Euro an. Marktbeobachter sehen hier weniger eine Kritik an der Unternehmensstrategie, sondern vielmehr die Auswirkungen eines allgemein schwachen Umfelds für Wachstumswerte.

Massive Diskrepanz zu Analystenzielen

Der Kontrast zwischen der aktuellen Börsenstimmung und der Einschätzung von Branchenexperten könnte kaum größer sein. Führende Investmentbanken halten die Aktie auf dem jetzigen Niveau für fundamental unterbewertet. JPMorgan bestätigte erst Mitte Januar die Einstufung „Overweight“ und rief ein Kursziel von 61,30 Euro aus. Dies impliziert ein Aufwärtspotenzial von fast 40 Prozent gegenüber der aktuellen Notierung.

Auch andere Institute sehen Luft nach oben. Die RBC beziffert den fairen Wert auf 55,00 Euro, während die UBS mit 51,00 Euro ebenfalls deutlich über dem aktuellen Kurs liegt. Der Markt preist derzeit die strategischen Fortschritte, wie die jüngste US-Kooperation, praktisch nicht ein.

Blick auf die Quartalszahlen

Die aktuelle Situation zeichnet das Bild einer klassischen Divergenz: Während das Unternehmen operativ durch Partnerschaften wie mit Avanos Medical Fakten schafft, dominiert an der Börse die Skepsis gegenüber dem Sektor. Ob sich diese Lücke schließt, dürfte sich Anfang Februar entscheiden. Dann legt der Konzern seine Zahlen zum ersten Quartal vor und muss beweisen, dass die strategischen Initiativen auch in der Bilanz Früchte tragen.

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