Siemens Aktie: Projektmeilensteine erreicht!
Siemens startet mit einer klaren Botschaft ins Jahr 2026: Das Management kombiniert einen konsequenten Aktienrückkauf mit einem offensiven Technologieauftritt auf der CES in Las Vegas. Gleichzeitig wird die Finanzsparte an der Spitze neu aufgestellt. Wie greifen diese Bausteine zusammen?
Rückkaufprogramm als Stütze
Siemens setzt sein im Februar 2024 gestartetes Aktienrückkaufprogramm nahtlos über den Jahreswechsel fort. Laut der am Montag veröffentlichten 99. Zwischenmeldung war der Konzern auch zwischen den Jahren am Markt aktiv.
- Zeitraum der jüngsten Käufe: 29. Dezember 2025 bis 4. Januar 2026
- Gekaufte Stückzahl: 65.758 Aktien über Xetra
- Durchschnittskurs: 239,54 Euro
- Volumen dieser Tranche: rund 15,75 Mio. Euro
- Seit Programmstart zurückgekaufte Aktien: über 20,08 Mio. Stück
Die jüngste Tranche fällt damit genau in eine Phase, in der der Kurs um die Marke von 240 Euro seitwärts läuft. Gestern schloss die Aktie bei 244,95 Euro und liegt damit gut 3 % über dem 50-Tage-Durchschnitt von 235,69 Euro. Der Abstand zum 52‑Wochen-Hoch von 287,96 Euro beträgt allerdings noch knapp 15 %.
Das laufende Programm wirkt stabilisierend: Die kontinuierliche Nachfrage nach eigenen Papieren stützt die Notierung und signalisiert, dass das Management das aktuelle Kursniveau nicht als überzogen einstuft.
CES 2026: Fokus auf Industrial Metaverse
Parallel zum Kapitalmarktfokus nutzt CEO Roland Busch die CES 2026 in Las Vegas, um die technologische Agenda zu schärfen. Im Mittelpunkt stehen:
- Anwendungen des „Industrial Metaverse“
- Der Ausbau von KI-basierten Lösungen
- Die Vertiefung strategischer Partnerschaften im KI-Umfeld
Für Investoren ist der Auftritt mehr als reine Produktshow. Entscheidend ist, wie schnell Siemens softwarebasierte und wiederkehrende Erlöse skalieren kann – ein Bereich, der das klassische Industriegeschäft ergänzen und zyklische Schwankungen abfedern soll.
Mit einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von rund 79 % und einem RSI von 48,7 bewegt sich die Aktie derzeit technisch in einem neutralen Bereich. Das passt zum Bild einer Konsolidierungsphase, in der inhaltliche Impulse – wie die CES und die anstehenden Zahlen – an Bedeutung gewinnen.
Neuer Chef für Siemens Financial Services
Zum 1. Januar 2026 hat Siemens die Führung der Finanzsparte neu geordnet. Dr. Kevin Zander übernimmt die Position des CEO bei Siemens Financial Services (SFS) und folgt auf Veronika Bienert.
SFS spielt eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, Kundenlösungen für Automatisierung, Digitalisierung und Infrastrukturprojekten finanziell zu flankieren. Zander soll die Finanzierungsangebote noch stärker auf die digitale Transformation der Kunden ausrichten und damit das industrielle Kerngeschäft unterstützen.
Einordnung: Solide Basis, begrenzter Abstand nach oben
Die Aktie pendelt aktuell in einer geordneten Konsolidierung:
- Kurs gestern: 244,95 Euro
- Abstand zum 200‑Tage-Durchschnitt (226,00 Euro): rund 8 %
- Plus auf 12-Monats-Sicht: knapp 28 %
Damit notiert das Papier deutlich über dem 52‑Wochen-Tief von 174,74 Euro, das im April 2025 markiert wurde, aber klar unter dem Hoch von Ende Dezember. Im Branchenumfeld zeigt sich der Titel vergleichsweise robust. Während klassisch zyklische Hardware-Anbieter stärker unter Konjunktursorgen leiden, profitiert Siemens von einem hohen Auftragsbestand und einem wachsenden Anteil wiederkehrender Software-Erlöse.
Dass der Konzern in dieser Lage weiterhin zu Kursen knapp unter 240 Euro eigene Aktien erwirbt, lässt erkennen, dass das aktuelle Bewertungsniveau intern als attraktiv eingeschätzt wird.
Ausblick: Nächste Etappe im Februar
Nach den Signalen von der CES rückt der Fokus nun auf die Quartalszahlen für das erste Quartal 2026, die für Mitte Februar erwartet werden. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen dabei zwei Bereiche:
- Digital Industries
- Entwicklung der Marge nach den zuvor belastenden Lagerabbau-Effekten bei Kunden
- Smart Infrastructure
- Auftragseingang als Frühindikator für die globale Bau- und Investitionskonjunktur
Aus charttechnischer Sicht bleibt die Zone um 245 Euro wichtig. Gelingt ein nachhaltiger Ausbruch darüber, wäre der Weg in Richtung der 250‑Euro-Marke und darüber hinaus wieder offen. Nach unten stützen das laufende Rückkaufprogramm und der Abstand zu den gleitenden Durchschnitten das aktuelle Kursniveau; ein Bruch dieser Marken würde hingegen ein schwächeres Szenario signalisieren.
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