Siemens trifft Jensen Huang – und die Börse honoriert es. Während die Aktie nur noch wenige Prozentpunkte vom Jahreshoch entfernt notiert, richtet sich der Blick auf Las Vegas: Am Dienstag präsentiert CEO Roland Busch gemeinsam mit dem NVIDIA-Gründer die Industrial-AI-Strategie auf der CES. Erste durchgesickerte Details zur tieferen Integration der Omniverse-Plattform deuten darauf hin, dass Siemens seinen Anspruch als führender Anbieter für KI-gestützte Fertigung manifestieren will.

Die wichtigsten Fakten:

  • Gemeinsame Keynote mit NVIDIA-Chef Jensen Huang am 6. Januar
  • Microsoft und PepsiCo zeigen reale Anwendungsfälle des Industrial Metaverse
  • Vectron-Lok erhält Zulassung für 230 km/h-Personenverkehr in mehreren EU-Ländern
  • Aktie handelt nahe 52-Wochen-Hoch bei rund 252 Euro

Strategische Weichenstellung in der Wüste

Der Auftritt auf der CES ist für Siemens weit mehr als eine Marketingveranstaltung. Die Zusammenarbeit mit NVIDIA zielt darauf ab, die Xcelerator-Plattform als zentrale Software-Infrastruktur für die KI-gestützte Produktion zu etablieren. Analysten gehen davon aus, dass die vertiefte Partnerschaft das wiederkehrende Software-Geschäft spürbar ankurbeln könnte – ein Bereich, der zunehmend über die Bewertung des Konzerns entscheidet.

Die Ankündigung, dass neben NVIDIA auch Microsoft und PepsiCo konkrete Use Cases präsentieren werden, unterstreicht die Reife der Technologie. Während viele KI-Investments noch im Experimentierstadium stecken, liefert Siemens produktionsreife Lösungen für die Industrie.

Mobility-Sparte mit Rückenwind

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Siemens?

Parallel zum KI-Fokus punktet der Konzern mit operativer Substanz: Die Zulassung der Vectron-Lokomotive für Hochgeschwindigkeits-Personenverkehr in Deutschland, Österreich und Polen öffnet neue Marktpotenziale. Der grenzüberschreitende Bahnverkehr gilt als Wachstumsfeld, insbesondere vor dem Hintergrund steigender Nachfrage nach klimafreundlicher Mobilität. Die Erlaubnis für 230 km/h dürfte den Auftragseingang im laufenden Quartal positiv beeinflussen.

Charttechnik spricht für weitere Avancen

Mit einem Schlusskurs von 241,10 Euro am Freitag hat sich die Aktie im oberen Drittel ihrer Jahresspanne etabliert. Der nächste Widerstand liegt bei rund 245 Euro – wird diese Marke überwunden, ist der Weg zum Allzeithoch technisch frei. Die Zone um 235 Euro fungiert nach unten als solide Auffanglinie.

Institutionelle Investoren honorieren zunehmend, dass Siemens die Schnittstelle zwischen klassischer Automation und moderner KI-Infrastruktur besetzt. Im Gegensatz zu reinen KI-Werten bietet der Konzern eine diversifizierte Umsatzbasis bei gleichzeitig hohem Exposure zum Megatrend Industrial AI.

Die Keynote am Dienstagabend (17:30 Uhr MEZ) wird zeigen, ob Siemens weitere strategische Partnerschaften oder Produktinnovationen aus dem Hut zaubert. Positive Überraschungen könnten den Ausbruch über die 245-Euro-Marke beschleunigen.

Anzeige

Siemens-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens-Analyse vom 4. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Siemens-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Siemens: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...