Ein Jahresauftakt nach Maß: Die RWE Aktie startet 2026 mit klarer relativer Stärke in den DAX. Treiber sind ein laufendes Aktienrückkaufprogramm und ein konstruktives Bild für das operative Geschäft. Spannend ist jetzt vor allem die Frage, ob der Titel seinen Aufwärtstrend in den kommenden Wochen fortsetzen kann.

Die Fakten im Überblick

  • Schlusskurs gestern (Dienstag): 47,86 €
  • Plus in den letzten 30 Tagen: 10,45 %
  • Gewinn auf 12-Monats-Sicht: 59,85 %
  • Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 53,42 €: rund 10 %
  • Klar über dem 200-Tage-Durchschnitt (38,08 €; Abstand ca. 26 %)
  • RSI (14 Tage) bei 59,8 – weder überkauft noch überverkauft
  • Hohe 30-Tage-Volatilität (annualisiert): 74,19 %

Damit notiert der Versorger deutlich über seinen mittelfristigen Durchschnittskursen, ohne technisch bereits in einer Übertreibungszone angekommen zu sein.

Charttechnik: Aufwärtstrend intakt

Charttechnisch zeigt sich ein bullisches Bild. Der Kurs liegt komfortabel über den gleitenden Durchschnitten der letzten 50, 100 und 200 Tage (zuletzt 44,67 €, 41,55 € und 38,08 €). Diese Konstellation unterstreicht den etablierten Aufwärtstrend.

Kurzfristig wirken zwei Marken besonders relevant:

  • Auf der Unterseite bietet der Bereich um 45 € Orientierung als erste Unterstützung.
  • Auf der Oberseite rückt das 52-Wochen-Hoch bei 53,42 € vom 24. Dezember 2025 in den Fokus.

Die jüngste Erholung um 5,74 % auf Sieben-Tage-Sicht und rund 10 % im 30-Tage-Vergleich deutet darauf hin, dass Rücksetzer bislang zügig aufgefangen werden. Die Aktie bewegt sich damit in einer Konsolidierung auf erhöhtem Niveau, aus der jederzeit ein neuer Vorstoß in Richtung Jahreshoch starten kann.

Aktienrückkauf als stabilisierender Faktor

Eine wichtige Stütze für den Kurs ist das laufende Aktienrückkaufprogramm. Zwischen dem 29. Dezember 2025 und dem 2. Januar 2026 erwarb der Konzern weitere 274.639 eigene Aktien über die Börse.

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Diese Käufe sind Teil der dritten Tranche des Programms, die am 3. Dezember 2025 begonnen hat. Seit Start dieses Abschnitts wurden bereits mehr als 1,7 Millionen Aktien eingezogen. Damit sorgt der Versorger gleich doppelt für Rückenwind:

  • Die Nachfrage nach eigenen Aktien reduziert das frei handelbare Angebot.
  • Das Management signalisiert Vertrauen in die Bewertung auf dem aktuellen Kursniveau.

Gerade in einer Phase, in der der Titel nahe an wichtigen charttechnischen Marken notiert, kann ein solches Rückkaufprogramm die Schwankungen abfedern und den Aufwärtstrend unterstützen.

Operative Perspektive für 2026

Fundamental blickt RWE mit einem klaren Fokus auf stabile Margen in das laufende Jahr. Vorstandschef Markus Krebber rechnet zwar mit sinkenden Strom- und Gaspreisen für Endkunden, sieht das Unternehmen aber durch stabile Großhandelspreise gut abgesichert.

Zentrale Stellhebel für 2026 sind:

  • der strategische Ausbau des LNG-Geschäfts
  • die konsequente Erweiterung der Kapazitäten im Bereich Erneuerbare Energien

Beides zielt auf wertschaffendes Wachstum bei gleichzeitig disziplinierter Kapitalallokation. Diese Kombination spiegelt sich aktuell in einem Bewertungsaufschlag gegenüber früheren Kursniveaus wider.

Fazit: Rückenwind aus mehreren Richtungen

Die RWE Aktie startet mit Rückenwind in das Börsenjahr 2026. Ein intakter Aufwärtstrend, die klare Überlegenheit gegenüber den langfristigen Durchschnittslinien, das laufende Aktienrückkaufprogramm und eine solide operative Planung mit Fokus auf LNG und Erneuerbare bilden ein konsistentes Gesamtbild.

Charttechnisch bleibt der Bereich um 45 € kurzfristig die zentrale Unterstützung, während das 52-Wochen-Hoch bei 53,42 € als nächster Referenzpunkt auf der Oberseite dient. Gelingt in den kommenden Wochen ein Anlauf in Richtung dieser Marke, wäre dies eine Bestätigung des derzeit starken Trends.

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