Rocket Lab steht vor einer ungewöhnlichen Gemengelage: Während das Unternehmen seine 80. erfolgreiche Electron-Mission feiert, erlitt die Entwicklung der Zukunftsrakete Neutron einen spürbaren Dämpfer. Ein geplatzter Tank wirft Fragen zur Timeline auf – und könnte die ehrgeizigen Expansionspläne des Unternehmens verzögern.

Tank-Versagen bremst Neutron-Programm

Am 21. Januar 2026 bestätigte Rocket Lab in einer SEC-Mitteilung, dass der Stage-1-Tank der Neutron-Rakete während eines hydrostatischen Drucktests geplatzt ist. Solche Belastungstests sind darauf ausgelegt, Strukturen bis an ihre Grenzen zu bringen – und darüber hinaus. Das Unternehmen betonte, dass derartige Ausfälle zum Qualifikationsprozess gehören und die Testanlage nicht schwer beschädigt wurde.

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Dennoch wächst die Unsicherheit über den Zeitplan. Analysten von BTIG gehen zwar weiterhin von Test- und kommerziellen Starts im Jahr 2026 aus, räumen aber ein, dass sich der Zeitplan „nach rechts verschieben" könnte. Eine aktualisierte Prognose will Rocket Lab im Rahmen des Q4-Ergebnisberichts im Februar vorlegen.

Electron liefert weiter zuverlässig

Parallel zum Neutron-Rückschlag demonstrierte Rocket Lab seine operative Stärke: Am 22. Januar 2026 startete die Electron-Rakete erfolgreich vom Launch Complex 1 in Neuseeland. Die Mission „The Cosmos Will See You Now" brachte zwei Satelliten für den neuen Kunden Open Cosmos in eine 1.050 Kilometer hohe Erdumlaufbahn. Es war der erste erfolgreiche Start des Jahres und die 80. Electron-Mission insgesamt.

Diese Zuverlässigkeit ist entscheidend für Rocket Labs Geschäftsmodell: Während die bewährte Electron laufende Einnahmen generiert, verschlingt die Entwicklung der deutlich größeren Neutron erhebliche Ressourcen. Die neue Rakete soll dem Unternehmen den Zugang zu lukrativen Aufträgen für große Satellitenkonstellationen öffnen – ein Markt, der bislang von SpaceX dominiert wird.

Was im Februar zu erwarten ist

Der Fokus richtet sich nun auf den Quartalsbericht Ende Februar 2026. Investoren warten auf konkrete Aussagen zum revidierten Neutron-Zeitplan und dessen Auswirkungen auf die mittelfristige Wachstumsstrategie. Interessant: Director Merline Saintil verkaufte am 14. Januar 12.500 Aktien zu je 90 US-Dollar – ein Vorgang im Rahmen eines vorher festgelegten Handelsplans (Rule 10b5-1). Trotz des technischen Rückschlags bleibt die Analystenstimmung mehrheitlich positiv.

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