Rocket Lab startet mit kräftigem Schwung in die neue Woche. Die Aktie hatte den Handel am Freitag mit einem Plus von über 6 % bei 96,30 US‑Dollar beendet – ein neues Rekordniveau. Treiber ist vor allem eine deutliche Höherstufung durch Morgan Stanley, die jüngste Insiderverkäufe klar in den Hintergrund rückt.

  • Kurs nahe Rekordhoch um 96 US‑Dollar
  • Neues Kursziel von Morgan Stanley: 105 US‑Dollar
  • Großauftrag der US Space Development Agency über 816 Mio. US‑Dollar
  • Hohe Insiderverkäufe durch den CFO, aber über 10b5‑1‑Plan
  • Europäische Institutionelle bauen Positionen aus
  • Inverser 2x‑Short‑ETF auf Rekordtief

Morgan Stanley als Kurstreiber

Das aktuelle Kursmomentum geht maßgeblich auf eine Einschätzung von Morgan Stanley zurück. Die Investmentbank hat am Freitag ihre Einstufung auf „Overweight“ angehoben und das Kursziel deutlich von 67 auf 105 US‑Dollar erhöht.

Ausgehend vom Rekordniveau vom Freitag entspricht das einem weiteren Potenzial von knapp 9 %. Die Analysten begründen den Schritt mit mehreren Faktoren für 2026:

  • Branchenumfeld: Positiver Ausblick für Raumfahrt- und Raumfahrttechnologie im laufenden Jahr.
  • Wachstum: Erwartete Beschleunigung der Startfrequenz sowie neue Produkte, insbesondere die Neutron-Rakete.
  • Verteidigungsgeschäft: Der Auftrag der US Space Development Agency (SDA) über 816 Mio. US‑Dollar für 18 Satelliten stärkt die Position als wichtiger Auftragnehmer im Verteidigungsbereich.

Mit einer Marktkapitalisierung von inzwischen über 51 Mrd. US‑Dollar löst sich Rocket Lab zunehmend von den typischen Schwankungen im Sektor. Die Aufwertung durch Morgan Stanley stützt diese Neubewertung.

Insiderverkäufe im Kontext

Aufmerksamkeit erzeugten zuletzt umfangreiche Aktienverkäufe aus dem Management. Finanzvorstand Adam C. Spice veräußerte am 5. Januar rund 1,37 Mio. Aktien mit einem Volumen von etwa 103,1 Mio. US‑Dollar.

Für die Einordnung ist jedoch entscheidend, dass diese Transaktionen auf Basis eines Rule‑10b5‑1‑Handelsplans erfolgten, der bereits am 19. September 2025 aufgesetzt wurde. Solche vorab definierten Programme legen Zeitpunkt und Umfang der Verkäufe fest, unabhängig vom aktuellen Kursniveau.

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Der Umfang der Verkäufe ist zwar hoch, die Struktur des Plans spricht aber für eine geplante Liquiditätsmaßnahme und nicht für eine kurzfristige Reaktion auf die jüngste Kursrally.

Institutionelle bauen Positionen auf

Parallel zu den Insiderverkäufen zeigt sich auf institutioneller Seite eine klare Gegenbewegung. Große europäische Adressen haben in den vergangenen Wochen neue Positionen aufgebaut:

  • Fjarde AP Fonden (Vierter Schwedischer Nationaler Pensionsfonds) hat 97.900 Aktien erworben, mit einem Gegenwert von rund 4,69 Mio. US‑Dollar.
  • Nordea Investment Management AB ist mit 58.124 Aktien im Wert von etwa 2,72 Mio. US‑Dollar neu eingestiegen.

Dieses Muster – Insiderverkäufe über langfristig geplante Programme auf der einen Seite, Zukäufe institutioneller Investoren im freien Handel auf der anderen – entspricht häufig der Entwicklung reifer werdender Wachstumswerte.

Shortseller unter Druck

Die starke Kursentwicklung setzt vor allem auf fallende Kurse positionierte Marktteilnehmer unter erheblichen Druck. Besonders deutlich wird das am Defiance Daily Target 2x Short RKLB ETF (Ticker: RKLZ), einem zweifach gehebelten Short‑ETF auf die Aktie.

  • Tagesbewegung Freitag: Minus rund 12,5 % auf ein Rekordtief von 2,44 US‑Dollar.
  • 10‑Tage‑Entwicklung: Wertverlust von über 40 % innerhalb von zwei Wochen.

Der Einbruch dieses inversen ETFs zeigt, wie teuer Wetten gegen Rocket Lab geworden sind. Der Druck auf Shortseller verstärkt die Aufwärtsbewegung zusätzlich, weil Eindeckungskäufe den Nachfrageüberhang weiter erhöhen.

Bewertung und Ausblick

Aktuell notiert Rocket Lab deutlich über dem durchschnittlichen Analystenkursziel von rund 64 US‑Dollar. Der Markt preist damit ein wesentlich dynamischeres Wachstum ein, als es konservative Modelle bislang abbilden. Die Anhebung des Kursziels durch Morgan Stanley auf 105 US‑Dollar deutet darauf hin, dass die Einstufung zunehmend von einem reinen Startdienstleister hin zu einem breiter aufgestellten Infrastruktur- und Verteidigungsanbieter verschoben wird.

Mit den heute geschlossenen US‑Börsen richtet sich der Blick nun auf den Handelsstart am Dienstag. Dann wird sich zeigen, ob die Marke von 100 US‑Dollar in Reichweite kommt. Die Kombination aus dem SDA‑Auftragsvolumen von 816 Mio. US‑Dollar und dem anstehenden Neutron‑Zeitplan liefert kurzfristig einen belastbaren Rückenwind gegenüber Bewertungsbedenken.

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