Die britische Investmentbank Barclays liefert ein extrem bullisches Szenario für das nächste Jahrzehnt, doch die Anleger greifen nicht zu. Während Analysten eine Vervielfachung der Umsätze bis 2035 skizzieren, dominiert am Markt die Sorge vor makroökonomischen Gegenwinden. Warum ignoriert der Markt heute dieses massive Wachstumssignal?

  • Kursziel erhöht: Barclays sieht Potenzial bis 2.175 Euro.
  • Langfrist-Vision: Umsatz soll bis 2035 auf 66 Milliarden Euro klettern.
  • Marktreaktion: Aktie gibt im schwachen Umfeld nach.

66 Milliarden Euro Umsatz bis 2035

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht eine aktualisierte Studie von Barclays. Analyst Afonso Osorio bestätigte sein Votum "Overweight" und schraubte das Kursziel von 2.060 auf 2.175 Euro nach oben. Besonders die langfristige Modellierung lässt aufhorchen: Osorio prognostiziert für das Jahr 2035 einen Konzernumsatz von 66 Milliarden Euro.

Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2024 wies der Düsseldorfer Rüstungskonzern Erlöse von 9,75 Milliarden Euro aus. Die Studie impliziert somit eine Vervielfachung des Geschäftsvolumens innerhalb der kommenden zehn Jahre. Auch die Profitabilität soll deutlich zulegen, wobei der Analyst den Margen-Höhepunkt bereits für den Zeitraum 2029/2030 erwartet. Operativ wird für 2035 mit einer Marge von 19 Prozent gerechnet.

Stimmung am Gesamtmarkt drückt den Kurs

Trotz dieser fundamentalen Unterstützung notiert das Papier heute leichter bei 1.868,00 Euro, was einem Tagesverlust von 1,63 Prozent entspricht. Die Diskrepanz zwischen den langfristigen Zielen und der aktuellen Kursentwicklung ist vor allem dem schwachen Gesamtmarkt geschuldet. Ängste vor einem erneuten Handelskrieg und ein unter Druck stehender DAX belasten die Stimmung.

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Das Analystenbild bleibt indes gemischt, wenn auch überwiegend positiv. Während Bernstein Research die Einstufung "Outperform" mit einem Ziel von 2.000 Euro bekräftigte und auf positive Insider-Käufe verwies, positioniert sich die Grupo Santander zurückhaltender. Die spanische Großbank nahm heute die Bewertung mit "Neutral" auf.

Einordnung und Langfrist-Trend

Der heutige Rücksetzer ändert wenig am übergeordneten Bild. Auf Sicht von 12 Monaten liegt die Aktie mit einem Plus von knapp 165 Prozent massiv im grünen Bereich. Die Bewertung von Rheinmetall dient mittlerweile sogar als Benchmark für die Branche: Der Konkurrent KNDS plant für den Sommer 2026 einen Börsengang und orientiert sich an diesen Kennzahlen.

Rheinmetall-CEO Armin Papperger erteilte einer Beteiligung an KNDS bereits eine Absage, was den Fokus auf das organische Wachstum unterstreicht – genau jenes Szenario, das Barclays in seiner optimistischen Prognose abbildet.

Für Anleger richtet sich der Blick nun auf die operative Umsetzung dieser ambitionierten Ziele. Der nächste wichtige Termin ist die Hauptversammlung am 12. Mai 2026. Bis dahin müssen Auftragsbücher und Kapazitätserweiterungen belegen, dass der Weg zu den prognostizierten 66 Milliarden Euro Umsatz realistisch ist.

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