Rheinmetall Aktie: Angriff auf See
Nach einem heftigen Rücksetzer am Donnerstag meldet sich der Rüstungskonzern eindrucksvoll zurück. CEO Armin Papperger nutzte den Wochenausklang für eine klare Ansage zur künftigen Marine-Strategie, während ein erfolgreicher Börsengang der Konkurrenz die gesamte Branche beflügelt. Damit rückt eine entscheidende Hürde für die operative Neuaufstellung in greifbare Nähe.
- Kurs aktuell: 1.830,00 € (+2,21 %)
- Performance YTD: +14,91 %
- Abstand zum 50-Tage-Schnitt: +10,00 %
Klartext zur Expansion
Der Düsseldorfer Konzern treibt seine Transformation zum integrierten Systemhaus auch auf dem Wasser voran. In einem Interview mit Reuters konkretisierte CEO Armin Papperger am Freitag die Pläne nach der vereinbarten Übernahme des Marineschiffbaus von Luerssen. Die entscheidende Nachricht für Anleger: Die kartellrechtliche Genehmigung der EU-Behörden wird noch vor Ende Januar 2026 erwartet. Dies wäre der Startschuss für die operative Integration.
Gleichzeitig sorgte der Manager für Disziplin in der Gerüchteküche. Spekulationen über laufende Verhandlungen zur Übernahme der German Naval Yards Kiel (GNYK) erteilte er eine klare Absage. Der Fokus liegt auf anderen Optionen, wobei Papperger betonte, man werde keine überhöhten Preise zahlen. Diese Mischung aus aggressivem Wachstumswillen und finanzielle Disziplin beruhigte die Marktteilnehmer nach den Turbulenzen vom Vortag.
Signalwirkung aus Amsterdam
Zusätzlichen Rückenwind erhielt die Aktie durch ein starkes Branchensignal. Das Börsendebüt der tschechischen Czechoslovak Group (CSG) an der Euronext Amsterdam entwickelte sich zum vollen Erfolg. Der Kurssprung von über 30 % am ersten Handelstag gilt als Beleg dafür, dass das institutionelle Interesse am Rüstungssektor ungebrochen ist.
Marktbeobachter interpretieren dies als Bestätigung des anhaltenden "Superzyklus" in der Verteidigungsindustrie. Diese positive Sektor-Stimmung half Rheinmetall dabei, die Verluste vom Donnerstag teilweise wettzumachen und die psychologisch wichtige Marke von 1.800 Euro zum Wochenschluss souverän zu verteidigen.
Analysten sehen weiteres Potenzial
Trotz der jüngsten Volatilität bleiben führende Investmentbanken bei ihren positiven Einschätzungen. Barclays hob das Kursziel leicht auf 2.175 Euro an, während JPMorgan sogar ein Ziel von 2.250 Euro ausgibt. Untermauert wird dieser Optimismus durch die volle Auftragsbücher: Erst im Januar startete die Erweiterung des Rahmenvertrags für den Schützenpanzer Puma mit einem Volumen von rund 4,2 Milliarden Euro.
Die charttechnische Verfassung spiegelt diese fundamentale Stärke wider. Mit dem Schlusskurs von 1.830,00 Euro notiert das Papier komfortabel 10 % über dem 50-Tage-Durchschnitt. Auch die Performance seit Jahresanfang von fast 15 % zeigt, dass der übergeordnete Aufwärtstrend intakt ist, solange wichtige Unterstützungen halten.
In den kommenden Tagen richtet sich der Blick nun auf Brüssel. Sollte die EU-Kartellbehörde bis Ende Januar wie von Papperger prognostiziert ihr "Go" für den Luerssen-Deal geben, wäre der Weg für den nächsten strategischen Meilenstein im Marine-Geschäft frei.
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