Der Augsburger Panzergetriebe-Spezialist Renk untermauert seine Wachstumsstory gleich doppelt. Neben einem strategisch wichtigen Auftrag der US-Armee sorgen frische Analystenkommentare für Rückenwind und festigen das Vertrauen in den Rüstungszulieferer. Kann der Titel seinen starken Jahresauftakt damit weiter ausbauen?

  • Auftrag: US-Tochter sichert sich 75,5 Mio. USD Vertrag der U.S. Army.
  • Analysten: JP Morgan und Berenberg bestätigen Kaufempfehlungen.
  • Performance: Seit Jahresanfang liegt die Aktie bereits 17,15 % im Plus.

Wichtiger Fußabdruck in den USA

Operativ meldet der Konzern Vollzug auf dem wichtigen amerikanischen Markt. Die Tochtergesellschaft Renk America hat einen Support-Vertrag mit der U.S. Army unterzeichnet, der ein Volumen von bis zu 75,5 Millionen US-Dollar (ca. 72 Mio. Euro) umfasst. Über eine Laufzeit von fünf Jahren wird Renk technische Unterstützung für hydromechanische Getriebe liefern, die in zentralen Kampfplattformen wie dem „Bradley Fighting Vehicle“ und der Panzerhaubitze „Paladin“ verbaut sind.

Auch wenn die Summe im Verhältnis zum Jahresumsatz moderat wirkt, ist die strategische Bedeutung hoch. Der als "Cost-Plus Fixed Fee" gestaltete Vertrag bindet Renk langfristig in die Wartungs- und Logistikketten der US-Streitkräfte ein. Dies bestätigt die Rolle des Unternehmens als unverzichtbarer Zulieferer ("Mission Critical") in der NATO-Allianz.

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Rückenwind von der Analystenseite

Flankiert wird die operative Entwicklung von positiven Stimmen aus der Finanzbranche. Die Analysten von JP Morgan belassen ihre Einstufung auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 75 Euro. Als Begründung führen sie explizit steigende US-Rüstungsausgaben sowie neue geopolitische Spannungsfelder an, darunter die Situation in Venezuela oder die jüngst diskutierte „Grönland-Frage“.

Auch die Berenberg Bank hält an ihrem „Buy“-Rating fest, wenngleich das Kursziel technisch leicht von 84 auf 76 Euro angepasst wurde. Im Kern sieht Analyst George McWhirter das Wachstumsszenario durch einen jahrzehntelangen Investitionszyklus europäischer Streitkräfte als völlig intakt an.

Starke Markttechnik

Diese fundamentalen Nachrichten treffen auf ein ohnehin bullisches Sentiment. Mit einem aktuellen Kurs von 64,56 € notiert die Aktie deutlich über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 55,77 €, was den kurzfristigen Aufwärtstrend unterstreicht. Die Performance von über 200 % auf Sicht von 12 Monaten zeigt, dass der Sektor weiterhin von der Wahrnehmung einer „Europäischen Kriegswirtschaft“ profitiert. Investoren honorieren die Positionierung von Renk in einem Umfeld, in dem Zweifel an US-Sicherheitsgarantien europäische Staaten zu eigenständigen Investitionen zwingen.

Fazit

Die Kombination aus dem neuen US-Auftrag und der Bestätigung durch führende Analysehäuser liefert das nötige fundamentale Fundament für die jüngste Kursrallye. Die leichte Kurszielreduzierung durch Berenberg ist angesichts des Abstands zum aktuellen Kursniveau eher als Feinjustierung zu werten. Entscheidend für die weitere Entwicklung wird nun sein, wie effizient Renk den hohen Auftragsbestand in den kommenden Quartalszahlen in Umsatz und Cashflow ummünzen kann.

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