Der jüngste Kapitalmarkttag von Renk, dem Spezialisten für Getriebe und Antriebslösungen im Verteidigungssektor, hat die gigantischen Wachstumspläne des Unternehmens bestätigt. Die Strategie ist klar: Bis 2030 soll der Umsatz auf beeindruckende 2,8 Milliarden bis 3,2 Milliarden Euro ansteigen. Entscheidend ist dabei die Verschiebung der Geschäftsfokussierung: 90 Prozent des Umsatzes sollen dann aus dem Rüstungsbereich stammen (aktuell 75 Prozent).

Die Anlaufverzögerung der Aufträge

Die Zahlen machen jedoch deutlich, dass der Rüstungs-Turbo erst mit Verzögerung voll zünden wird. Renk selbst rechnet für 2025 mit einem Umsatz von über 1,3 Milliarden Euro, der bis 2028 auf 2 Milliarden Euro anwachsen soll. Der Grund für die langsame Beschleunigung liegt im Beschaffungsprozess: Die Auftragsvergabe für große, komplexe Rüstungsprojekte braucht eine lange Anlaufzeit. Erst ab 2028 erwartet das Unternehmen eine deutliche Auswirkung der neuen Verträge auf die Umsatzrealisierung.

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Die Enttäuschung über die Margen

Während die Umsatzziele langfristig euphorisch stimmen, sorgte die Gewinnprognose für Verkaufsdruck. Das Management prognostizierte für das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) 2025 eine Spanne von 210 Millionen bis 235 Millionen Euro. Für 2027 werden mehr als 300 Millionen Euro erwartet. Die Enttäuschung des Marktes resultiert aus dem Vergleich mit dem Konsens der Analysten, der für 2027 bei 365 Millionen Euro lag. Renk signalisiert damit, dass die hohen Anlaufkosten für die Kapazitätserweiterung und die Inflation die Margen mittelfristig stärker belasten, als von der Börse erwartet.

Bestätigte Kaufempfehlung trotz Dämpfer

Die Analysten der Deutschen Bank haben auf die Erkenntnisse prompt reagiert. Sie bestätigten zwar die Kaufempfehlung für die Renk-Papiere, was die langfristige Attraktivität des Rüstungsfokus unterstreicht. Allerdings wurde das Kursziel von 75,00 Euro auf 72,00 Euro gesenkt. Die Anpassung spiegelt die niedrigere Erwartung beim kurz- und mittelfristigen Gewinn (EBIT) wider, auch wenn die operative Prognose für 2030 mit 560 bis 640 Millionen Euro robust bleibt.

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