Der Augsburger Rüstungszulieferer Renk hat einen US-Auftrag über 75,5 Millionen Dollar an Land gezogen – doch die Aktie verliert trotzdem weiter an Boden. Am Dienstagvormittag gibt der Titel um rund 2,9 Prozent auf 60,21 Euro nach. Vom Oktober-Hoch bei über 90 Euro ist die Aktie damit bereits 33 Prozent entfernt.

Die wichtigsten Fakten:
- US-Rahmenvertrag über bis zu 75,5 Millionen Dollar auf fünf Jahre
- Technischer Support für Getriebe in Bradley, Paladin und weiteren Plattformen
- Aktie seit Jahresbeginn dennoch minus 7,8 Prozent
- Hedgefonds bauen Short-Positionen auf

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Strategischer US-Auftrag ohne Kurswirkung

Die US-Tochter Renk America sicherte sich einen Cost-Plus-Fixed-Fee-Vertrag mit der US-Army. Konkret geht es um Engineering-Dienstleistungen und weltweiten Feldservice für hydromechanische Getriebe in Kampfpanzern wie dem Bradley Fighting Vehicle und dem Paladin-Haubitzensystem. Der Auftrag wird über fünf Jahre inkrementell ausgezahlt.

Strategisch festigt Renk damit seine Position als Partner der US-Streitkräfte. Die operative Bedeutung: Engineering, Programmmanagement und globaler Service für kritische Plattformen. Doch der Markt honoriert die Meldung nicht.

Hedgefonds erhöhen den Druck

Ein Blick auf die Short-Positionen erklärt einen Teil der Kursschwäche: AQR Capital Management stieg am 16. Januar neu mit 0,53 Prozent ein. Marshall Wace LLP hält mit 1,40 Prozent die größte gemeldete Leerverkaufsposition. PDT Partners liegt bei 0,62 Prozent. Diese Wetten auf fallende Kurse verstärken den Abwärtsdruck.

Dabei bleibt die Analystengemeinschaft konstruktiv. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 72 Euro – was vom aktuellen Niveau ein Potenzial von etwa 20 Prozent bedeutet. JP Morgan bewertet die Aktie mit "Overweight" und einem Kursziel von 75 Euro, Berenberg sieht 76 Euro.

Investitionsoffensive in Deutschland geplant

Operativ setzt Renk auf Expansion am Heimatstandort. Das Unternehmen trat der Initiative "Made for Germany" bei und plant bis 2028 Investitionen von bis zu 325 Millionen Euro in Deutschland. Die Mittel fließen in digitale Transformation, Kapazitätserweiterung in Augsburg und Rheine sowie neue Produktentwicklungen für unbemannte schwere Plattformen zwischen 10 und 20 Tonnen.

Die Zahlen zum dritten Quartal 2025 zeigten solides Wachstum: Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten um 19,2 Prozent auf 928 Millionen Euro. Das bereinigte EBIT verbesserte sich um 25,5 Prozent auf 141 Millionen Euro.

Am 5. März 2026 legt Renk die Jahresergebnisse 2025 vor. Bis dahin dürfte sich zeigen, ob die operative Stärke ausreicht, um den Gegenwind durch Short-Seller und Gewinnmitnahmen zu überwinden.

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