Reliance Industries verlor in der ersten Woche des Jahres rund 15 Milliarden US-Dollar an Börsenwert. Die Aktie fiel wöchentlich um etwa 7,36 % und notierte zuletzt bei ₹1.475,30. Auslöser sind laut Marktteilnehmern geopolitische Unsicherheiten und schwächere Aussichten im Inlandshandel. Kann das geplante Jio-IPO die Kursverluste ausgleichen?

Wesentliche Fakten
- Wöchentlicher Rückgang: ~7,36 %, letzter Kurs ₹1.475,30
- Geplante Jio-IPO-Bewertung: $180 Mrd.
- Vorgesehener anfänglicher Verkauf: ~2,5 % Stake, geschätzte Einnahmen ≈ ₹40.000 crore
- Entscheidende Hürde: regulatorische Klarheit zu Public‑Float‑Regeln

Jio-IPO als Katalysator

Das Unternehmen prüft offenbar ein Börsendebüt von Jio Platforms in der ersten Jahreshälfte. Geplant ist eine Bewertung von rund $180 Milliarden und ein anfänglicher Verkauf von knapp 2,5 %, der dem Konzern schätzungsweise ₹40.000 crore zuführen soll. Die Umsetzung hängt wesentlich von ausstehenden Regularien zur Streubesitzpflicht großer Emittenten ab. Investmentbanken wie Morgan Stanley und Kotak Mahindra Capital sind bereits in Vorbereitungen eingebunden.

Analysten bleiben positiv

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Trotz der Kurskorrektur haben einige internationale Broker ihre Ziele angehoben. Goldman Sachs erhöhte sein 12‑Monats‑Kursziel auf ₹1.835, Morgan Stanley zog es auf ₹1.847 (vorher ₹1.701) und hält ein „Overweight“-Rating. Begründet werden die Anpassungen mit robusten Refining‑Fundamentaldaten im Öl‑zu‑Chemie‑Geschäft und der Erwartung, dass alle großen Segmente – Energie wie Telekom – Free‑Cash‑Flow‑positiv werden. Diese Entwicklung dürfte dem Konzern Spielraum verschaffen, Kapital in Wachstumsprojekte wie JioMart‑Quick‑Commerce zu lenken.

Rohölbeschaffung und regulatorische Risiken

Marktstimmung verschlechterte sich nach Berichten über mögliche Lieferquellen für Rohöl. Das Unternehmen wies Vorwürfe über Lieferungen aus sanktionierten Quellen an die Jamnagar‑Raffinerie zurück; die Berichte lösten dennoch einen intraday Kursrutsch aus. Parallel prüft das Management die Option, wieder venezolanisches Rohöl zu beziehen, um Feedstock‑Kosten zu optimieren und Margen in einem engen globalen Raffineriemarkt zu stabilisieren.

Am nächsten Freitag, dem 16. Januar, tagt der Vorstand zur Billigung der Q3‑Zahlen. Die Sitzung dürfte konkrete Aussagen zu operativem Risikomanagement und zu geplanten Investitionsausgaben bringen. Gleichzeitig bleibt die Klärung der Public‑Float‑Regeln eine Voraussetzung dafür, ob und wann das Jio‑IPO – als möglicher Wertfreisetzer für Aktionäre – tatsächlich in der ersten Jahreshälfte realisiert werden kann.

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