Während der Kurs in der Nähe des 52-Wochen-Tiefs notiert, nutzen institutionelle Investoren die niedrige Bewertung konsequent aus. Trotz regulatorischer Gegenwinde bei der Marke Crest zeigen aktuelle Daten massive Zukäufe von Finanzinstituten. Offenbar werten Profi-Anleger das aktuelle Niveau als attraktive Gelegenheit zum Einstieg.

Institutionelle Käufe und Einigung

Besonders auffällig agiert die Citizens Financial Group, die ihre Position im Berichtszeitraum um 10 Prozent auf 721.121 Aktien ausgebaut hat – ein Paket im Wert von rund 110,8 Millionen Dollar. Parallel dazu meldete die First Horizon Corp einen Neueinstieg mit einer Position im Wert von gut 20 Millionen Dollar. Diese Transaktionen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem das Papier mit 141,87 Dollar nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 137,62 Dollar handelt.

Gleichzeitig räumte der Konzern juristische Unsicherheiten aus dem Weg. Nach einer Einigung mit dem texanischen Generalstaatsanwalt Ken Paxton vom 8. Januar wird die Verpackung der Zahnpastamarke Crest angepasst, um die empfohlenen Mengen für Kinder deutlicher darzustellen. Zwar erzeugte der Vorwurf der irreführenden Vermarktung kurzfristige Schlagzeilen, die Beilegung beseitigt jedoch ein potenzielles Risiko für den Aktienkurs.

Fundamentaldaten und Bewertung

Operativ zeigt sich der Konsumgüterriese trotz des herausfordernden Marktumfelds stabil. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (Stichtag 30. September 2025) übertraf der Gewinn je Aktie mit 1,99 Dollar die Analystenerwartungen von 1,90 Dollar. Auch der Umsatz legte im Vorjahresvergleich um 3 Prozent auf 22,4 Milliarden Dollar zu.

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Das Management bestätigte zudem die Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2026 in der Spanne von 6,83 bis 7,10 Dollar je Aktie. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 20 und einer Dividendenrendite von rund 3,0 Prozent erscheint die Bewertung im historischen Vergleich moderat. Diese Kombination aus Dividendenstärke und Bewertung gilt als Haupttreiber für das aktuelle Interesse institutioneller Käufer.

Die Analystengemeinde bleibt jedoch gespalten. Während das durchschnittliche Kursziel bei 169,23 Dollar liegt, gehen die Meinungen zur kurzfristigen Entwicklung auseinander. Jefferies erhöhte das Ziel zuletzt auf 179 Dollar und verwies auf verbesserte Fundamentaldaten, wohingegen Wells Fargo das Ziel aufgrund von Wachstumssorgen auf 158 Dollar senkte.

Ausblick auf die Quartalszahlen

Der nächste entscheidende Impuls für die Aktie steht kurz bevor: Am 22. Januar 2026 veröffentlicht Procter & Gamble die Zahlen für das zweite Quartal. Marktbeobachter werden vor allem darauf achten, ob das Unternehmen seine Preissetzungsmacht behalten kann, ohne das Absatzvolumen bei den kostenbewussten Verbrauchern zu belasten. Ein Rutsch unter die Unterstützung bei 137,62 Dollar wäre charttechnisch bedenklich, während positive Überraschungen den Weg für eine Erholung Richtung 150 Dollar ebnen könnten.

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