Plug Power Aktie: Kontraste
Plug Power hat in dieser Woche einen wichtigen Schritt getan, um einen langjährigen Belastungsfaktor loszuwerden. Ein Lizenzdeal mit Walmart räumt einen potenziellen Verwässerungsüberhang von Dutzenden Millionen Aktien aus dem Weg. Parallel dazu prallen jedoch äußerst unterschiedliche Analystenmeinungen aufeinander. Wie ordnet sich diese Mischung aus struktureller Entlastung und skeptischem Blick auf die Bewertung ein?
Walmart-Deal nimmt Verwässerungsdruck raus
Kern der Meldung ist ein „Release Event License Agreement“ mit Walmart. Entscheidend für Aktionäre: Im Zuge dieser Vereinbarung werden nicht ausgeübte Warrants von Walmart im Umfang von rund 42 Millionen Aktien beendet. Damit entfällt ein erheblicher Teil möglicher künftiger Verwässerung – ein klarer struktureller Pluspunkt für die bestehende Aktionärsbasis.
Gleichzeitig erhält Walmart eine bedingte, nur eingeschränkt nutzbare Lizenz. Sie erlaubt dem Konzern, auf bestimmte, treuhänderisch hinterlegte GenKey-Systemunterlagen zuzugreifen – aber nur, wenn klar definierte „Release Events“ eintreten. Für den Markt bedeutet der Deal vor allem eines: Ein dicker Options-Überhang verschwindet aus dem Orderbuch und reduziert potenziellen zusätzlichen Angebotsdruck.
Kursseitig spiegelt sich das bislang eher in einer stabilisierten Ausgangslage als in einer neuen Rally wider: Mit einem Schlusskurs von 2,32 US‑Dollar gestern notiert die Aktie zwar deutlich über ihrem 52‑Wochen-Tief, aber noch mehr als 30 % unter dem Hoch des vergangenen Jahres.
Analysten tief gespalten
Während die Unternehmensseite strukturell entlastet wird, zeichnen große Häuser ein sehr unterschiedliches Bild der Bewertung.
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BMO Capital bleibt skeptisch
Am 7. Januar bestätigte BMO Capital sein „Underperform“-Rating. Das Kursziel liegt bei 1,30 US‑Dollar und damit über 40 % unter dem aktuellen Niveau. Begründung: Trotz der positiven Vertragsnachrichten sehen die Analysten Bewertungsrisiken und mahnen zur Vorsicht. -
Clear Street wird optimistischer
Bereits am 2. Januar hatte Clear Street den Titel auf „Buy“ hochgestuft. Das Kursziel von 3,00 US‑Dollar signalisiert ein mögliches Aufwärtspotenzial von rund 30 %. Die positive Einschätzung stützt sich auf verbesserte Stimmung nach der jüngsten Schuldenrefinanzierung und neuen kommerziellen Verträgen.
Damit prallen zwei Lesarten aufeinander: Auf der einen Seite der Hinweis auf ein nach wie vor anspruchsvolles Bewertungsniveau, auf der anderen Seite die Sicht, dass sich mit Refinanzierung, neuen Deals und dem Walmart-Schritt das Fundament langsam verbessert.
Operative Fortschritte und nächste Termine
Abseits der Kapitalmarktdebatte meldet Plug Power auch operative Fortschritte. Das Unternehmen hat einen Vertrag über 2,8 Millionen US‑Dollar zur Lieferung von flüssigem Wasserstoff an das Glenn Research Center der NASA gesichert. Es ist der erste direkte Liefervertrag dieser Art zwischen Plug Power und der US-Raumfahrtbehörde und nutzt die eigene kryogene Transportflotte. Für das Geschäft mit flüssigem Wasserstoff ist das ein sichtbarer Referenzkunde.
Ebenfalls wichtig für die weitere Finanzierung ist eine anstehende Aktionärsentscheidung. Die außerordentliche Hauptversammlung wurde neu terminiert und soll nun am 29. Januar 2026 stattfinden, Stichtag für die Stimmberechtigung war der 12. Dezember 2025. Auf der Agenda steht die Erhöhung des genehmigten Stammkapitals – eine Voraussetzung, um sich künftig mehr Spielraum bei Kapitalmaßnahmen und Strukturentscheidungen zu sichern.
Fazit: Zwischen Entlastung und Bewertungsdruck
Unterm Strich steht Plug Power aktuell zwischen einigen klar positiven Strukturmeldungen und einem Umfeld, in dem Bewertungsfragen nicht verschwunden sind. Die Beendigung der Walmart-Warrants reduziert künftige Verwässerung spürbar, der NASA-Vertrag stärkt die operative Story und die anstehende Kapitalerweiterung soll finanziellen Spielraum schaffen.
Gleichzeitig markiert die extreme Spanne der Kursziele von BMO Capital (1,30 US‑Dollar) und Clear Street (3,00 US‑Dollar) die Unsicherheit über den fairen Wert. Die außerordentliche Hauptversammlung am 29. Januar wird zum nächsten zentralen Fixpunkt: Sie entscheidet darüber, ob Plug Power die geplante Erweiterung des Aktienrahmens erhält – und damit, wie flexibel das Unternehmen seine Finanzierung in den kommenden Monaten tatsächlich gestalten kann.
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