Ein starkes Geschäftsjahr rückt für die Schweizer Partners Group plötzlich in den Hintergrund. Eine Untersuchung des US-Senats nimmt die Geschäftspraktiken der Beteiligungsgesellschaft im sensiblen Bereich der Kinderbetreuung ins Visier. Der politische Druck auf das Private-Equity-Modell wächst und überschattet die jüngsten Rekordzahlen des Unternehmens.

Fokus auf KinderCare

Auslöser der parlamentarischen Prüfung ist das Engagement beim US-Kita-Betreiber KinderCare. Der demokratische Senator Jeff Merkley hat eine weitreichende Untersuchung eingeleitet, die klären soll, ob die Renditevorgaben der Private-Equity-Eigentümer zulasten der Betreuungsqualität, Erschwinglichkeit und Sicherheit gehen. Konkret fordert Merkleys Büro detaillierte Unterlagen zu Preisgestaltung, Personalschlüssel und Eigentumsstrukturen an.

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Hintergrund der politischen Offensive sind Berichte über angebliche Sicherheitsmängel und Personalengpässe in einigen Einrichtungen. Für die Schweizer Beteiligungsgesellschaft bedeutet dies als Mehrheitseigentümer ein erhebliches Reputationsrisiko. Analysten reagierten bereits mit einer Reduzierung der Kursziele für die börsennotierte Tochtergesellschaft KinderCare, was die allgemeine Unsicherheit im Sektor widerspiegelt.

Starke Zahlen verpuffen

Operativ lief es für das Unternehmen zuletzt hervorragend. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 kletterte der Betriebsgewinn um 19 Prozent auf 1,61 Milliarden Schweizer Franken, maßgeblich getrieben durch starke Performancegebühren. Auch das Fundraising erreichte mit 30 Milliarden US-Dollar an Neugeldern wieder das Niveau des Rekordjahres 2021.

Am Aktienmarkt spiegelt sich diese fundamentale Stärke derzeit kaum wider. Mit einem Schlusskurs von 889,40 Euro am Freitag verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Minus von über 18 Prozent. Der Titel notiert damit nur knapp über seinem erst in der Vorwoche markierten 52-Wochen-Tief. Die regulatorischen Unsicherheiten in den USA wiegen für Marktteilnehmer offensichtlich schwerer als die vorgeschlagene Dividendenerhöhung auf 46,00 Franken.

Strategischer Ausbau geht weiter

Für das laufende Jahr rechnet das Management mit einer Normalisierung der Performancegebühren und peilt eine neue Kundennachfrage zwischen 26 und 32 Milliarden US-Dollar an. Ein wesentlicher Treiber soll dabei der Ausbau der "Evergreen"-Fonds bleiben, die privaten Anlegern den Zugang zu Privatmarktanlagen erleichtern. Ab 2026 greift zudem der neue Rechnungslegungsstandard IFRS 18, der die Berichterstattung über diese Einnahmen strukturell verändern wird. Kurzfristig dürfte jedoch der weitere Verlauf der US-Untersuchung die Wahrnehmung und Preisbildung der Aktie dominieren.

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