Palantir rückt zum Wochenschluss erneut ins Rampenlicht – gleich mehrere Analysten werden deutlich zuversichtlicher. Rückenwind kommt aus zwei Richtungen: starken Quartalszahlen und einer spürbar höheren Nachfrage nach KI-Software im Verteidigungsbereich. Gleichzeitig bleibt ein Punkt hart umstritten: die Bewertung.

Citi setzt neues Kursziel-Highlight

Citi-Analyst Tyler Radke hält an seiner Kaufempfehlung fest und hebt das Kursziel auf 260 US-Dollar an – laut Bericht ein Spitzenwert an der Wall Street. Bemerkenswert ist das vor allem, weil Palantir die Analystenlager weiterhin teilt. Radke begründet seinen Optimismus mit den jüngsten Ergebnissen und dem hohen Wachstumstempo. Seine Anpassungen gehörten zu den stärksten, die man in dieser Größenordnung bei Enterprise-Software gesehen habe.

Dass solche Hochstufungen bei Palantir besonders viel Aufmerksamkeit bekommen, hat auch mit der Historie zu tun: Die Aktie gilt als volatil und war trotz großer Langfristgewinne immer wieder von heftigen Rücksetzern geprägt.

Zahlen liefern Munition für die Bullen

Die jüngsten Argumente pro Palantir stützen sich vor allem auf das vierte Quartal. Der Umsatz legte im Jahresvergleich um 70% auf rund 1,41 Mrd. US-Dollar zu. Der Non-GAAP-Gewinn je Aktie stieg um 79% auf 0,25 US-Dollar. Damit übertraf Palantir die durchschnittlichen Schätzungen, die bei 1,33 Mrd. US-Dollar Umsatz und 0,23 US-Dollar Gewinn je Aktie lagen.

Ein zentraler Treiber war das US-Kommerzgeschäft, in dem auch die Artificial Intelligence Platform (AIP) steckt. Dieser Bereich wuchs um 137% gegenüber dem Vorjahr und machte 36% des Gesamtumsatzes aus. Zusätzlich fällt die Entwicklung der „Remaining Performance Obligation“ (RPO) auf – also vertraglich zugesicherte, aber noch nicht als Umsatz verbuchte Erlöse: Sie sprang um 143% auf 4,2 Mrd. US-Dollar, allein im Quartal kamen 1,6 Mrd. US-Dollar hinzu.

2026-Prognose, geopolitischer Rückenwind – und ein Stolperstein

Das Management setzt für 2026 eine ambitionierte Marke: Rund 7,19 Mrd. US-Dollar Umsatz stellt Palantir in Aussicht, was etwa 60% Wachstum entspräche. Für das US-Kommerzgeschäft werden mindestens 3,14 Mrd. US-Dollar angepeilt – ein Plus von mindestens 115%. Kein Wunder also, dass Prognosen und Einschätzungen rund um den Titel seit Ende Februar deutlich in Bewegung geraten sind.

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Zusätzlichen Schub liefert laut Bericht die steigende geopolitische Nachfrage nach Verteidigungs-KI. Palantir profitiert dabei auch von seiner engen Rolle als Software-Zulieferer für US-Regierungs- und Militärbehörden – etwa die Hälfte des Umsatzes stammt aus diesem Bereich.

Allerdings gibt es auch Reibung: Die Trump-Regierung soll Behörden angewiesen haben, Dienstleistungen von Anthropic nicht mehr zu nutzen, nachdem das Unternehmen Einwände gegen das Entfernen bestimmter Schutzmechanismen geäußert hatte. In diesem Umfeld habe sich auch das Verhältnis zwischen Palantir und Anthropic verschlechtert, was die Zusammenarbeit künftig begrenzen könnte.

Auf Analystenseite kommen weitere Aufwertungen hinzu: Daiwa und UBS stuften jeweils auf „Buy“ hoch und setzten Kursziele von 180 US-Dollar. UBS verwies dabei auch auf eine vorherige Kurskorrektur, die das Chance-Risiko-Verhältnis verbessert habe. Insgesamt zeigt sich aber, wie breit die Spanne bleibt: Der Konsens liegt laut MarketBeat bei „Moderate Buy“, die Kursziele reichen im Aggregat grob von 45 bis 255 US-Dollar.

Bei den Kursdaten unterstreicht vor allem die Dynamik der letzten Tage den Stimmungsumschwung: Auf Wochensicht liegt der Titel laut den bereitgestellten Daten bei +14,64%.

Bewertung bleibt der Knackpunkt

Trotz der positiven Impulse dreht sich die Debatte weiter um den Preis, den Anleger für das Wachstum zahlen: Im Quelltext wird eine sehr hohe Bewertung genannt (u.a. ein dreistelliges KGV auf Forward-Basis). Genau das erklärt auch die heftigen Ausschläge, sobald das Umfeld kippt: Hohe Erwartungen machen die Aktie anfällig für schnelle Neubewertungen, selbst wenn das operative Geschäft liefert.

In den kommenden Wochen wird sich die Diskussion daher vor allem an zwei messbaren Punkten festmachen: Ob Palantir die starke Entwicklung im US-Kommerzgeschäft (AIP) fortschreiben kann – und ob sich die prall gefüllten Auftragsbestände (RPO) tatsächlich zügig in Umsatz verwandeln, wie es die 2026er-Ziele implizieren.

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