Die scheinbar positive Quartalsbilanz von Oramed entpuppt sich bei näherer Betrachtung als trügerische Fassade. Während der Biotech-Konzern einen überraschenden Gewinn vermeldet, offenbart die Bilanz einen alarmierenden Cash-Burn. Die entscheidende Frage: Reichen die schwindenden Reserven noch aus, um die vielversprechende Pipeline am Leben zu erhalten?

Bilanzillusion mit bitterem Beigeschmack

Oramed präsentierte für das zweite Quartal 2025 einen Nettogewinn von 13,3 Millionen US-Dollar - eine scheinbar erfreuliche Überraschung gegenüber den erwarteten Verlusten. Doch der Schein trügt: Der Gewinn speiste sich maßgeblich aus Finanzerträgen in Höhe von 15,4 Millionen Dollar, nicht aus operativer Stärke. Gleichzeitig stiegen die Forschungsausgaben auf 3,2 Millionen Dollar an, während die Verwaltungskosten 3,8 Millionen Dollar verschlang.

Liquiditätskrise trotz Gewinnmeldung

Der eigentliche Albtraum für Anleger verbirgt sich in der Bilanz: Die liquiden Mittel brachen innerhalb eines halben Jahres um dramatische 71 Prozent ein. Von noch 54,4 Millionen Dollar im Dezember 2024 schrumpften die Cash-Reserven auf magere 15,8 Millionen Dollar im Juni.

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Hauptverantwortlich für diesen Kapitalabfluss sind zwei strategische Entscheidungen:
* Eine Großinvestition von 36,9 Millionen Dollar in Alpha Tau Medical
* Ein Aktienrückkaufprogramm, das zusätzliche Mittel band

Diese massive Kapitalbindung wirft ernste Fragen zur Finanzierbarkeit der Forschungsprojekte auf, insbesondere des Flaggschiff-Projekts: der oralen Insulinentwicklung.

Strategische Stolpersteine und Aktionärsentscheidungen

Die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Partner HTIT stockt aufgrund handelspolitischer Spannungen zwischen den USA und China. Diese Verzögerungen behindern nicht nur die notwendigen Kapitalzufuhren, sondern bremsen auch die klinischen Studien aus.

Auf der Hauptversammlung im August stimmten die Aktionäre indes für eine Ausweitung der Aktienoptionsprogramme um zwei Millionen Titel - ein Signal, dass die Führungsetage weiterhin auf vergütungspolitische Anreize setzt, während die operativen Herausforderungen wachsen.

Technisches Bild bestätigt fundamentale Sorgen

Die technische Analyse untermauert die fundamentalen Bedenken: Die Aktie notiert deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt und bestätigt damit den abwärtsgerichteten Trend. Analysten haben ihre Einschätzung bereits angepasst und bewerten das Papier nun überwiegend mit "Hold" bis "Sell".

Kann Oramed die Finanzlücke schließen bevor die Pipeline austrocknet? Die nächsten Quartalszahlen werden zur Existenzfrage für den Biotech-Hoffnungsträger.

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