OMV Aktie: Teurer Dämpfer
Die OMV Aktie notiert in Schlagdistanz zum Jahreshoch, doch ein aktuelles Trading-Update sorgt für Ernüchterung. Der Konzern kündigte für das vierte Quartal 2025 Wertberichtigungen in Höhe von 700 Millionen Euro an. Angesichts dieser Belastungen stellt sich die Frage: Kann der Titel seine starke Jahresperformance verteidigen oder folgt nun eine Korrektur?
Rumänien-Geschäft wird teuer
Die angekündigten Abschreibungen sind nicht zahlungswirksam, drücken jedoch auf die Bilanz. Sie setzen sich aus zwei wesentlichen Faktoren zusammen:
- Produktionsrückgänge: 400 Millionen Euro resultieren aus geringeren Fördermengen in Rumänien, Tunesien und Neuseeland.
- Lizenzkosten: 300 Millionen Euro entfallen auf die Verlängerung von Produktionslizenzen der Tochter OMV Petrom in Rumänien.
Besonders das Rumänien-Geschäft erweist sich als zweischneidiges Schwert. Zwar stimmte die dortige Regierung der Verlängerung der Genehmigungen zu, verlangt im Gegenzug aber deutlich höhere Abgaben. Die Onshore-Royalty-Steuern steigen um rund 40 Prozent.
Zusätzlich verschlechterte sich das Marktumfeld im letzten Quartal 2025. Der durchschnittliche Erdgaspreis sank im Vergleich zum Vorquartal um 3,2 Prozent, während der realisierte Rohölpreis bei 62,40 US-Dollar pro Barrel lag.
Lichtblick Wasserstoff
Trotz der buchhalterischen Rückschläge treibt das Unternehmen den Umbau in Richtung grüne Energie voran. Ein Joint Venture mit dem emiratischen Partner Masdar erhielt kürzlich den Zuschlag für 123 Millionen Euro EU-Förderung.
Geplant ist eine 140-MW-Elektrolyseanlage in Bruck an der Leitha, die Ende 2027 ans Netz gehen soll. Mit einer Kapazität von bis zu 23.000 Tonnen grünem Wasserstoff pro Jahr und einer direkten Pipeline-Anbindung zur Raffinerie Schwechat markiert das Projekt einen wichtigen Schritt in der Dekarbonisierungsstrategie.
Starke Performance trifft auf Realität
Der Aktienkurs zeigte sich zuletzt robust und pendelt um die Marke von 49 Euro, was einem Zuwachs von über 25 Prozent auf Jahressicht entspricht. Damit bewegt sich das Papier nahe am 52-Wochen-Hoch von 49,76 Euro. Die aktuellen Nachrichten treffen also auf eine hohe Erwartungshaltung des Marktes.
Am 4. Februar 2026 präsentiert der Konzern das vollständige Zahlenwerk für das abgelaufene Jahr. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob die operative Stärke des Gesamtjahres diese buchhalterischen Belastungen kompensieren kann und wie der Ausblick auf das Steuerumfeld in Rumänien konkret ausfällt.
Omv-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Omv-Analyse vom 19. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Omv-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Omv-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Omv: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








