Nvidia lieferte einmal mehr Zahlen ab, die Konkurrenten vor Neid erblassen lassen. 46,7 Milliarden Dollar Umsatz im zweiten Quartal, Gewinn pro Aktie von 1,05 Dollar – beides über den Analystenschätzungen. Doch statt zu feiern, reagierten die Anleger skeptisch und schickten die Aktie des KI-Chip-Giganten nach unten. Was steckt hinter dieser paradoxen Reaktion?

Wachstum ja, aber nicht genug

Die Zahlen sprechen eigentlich eine klare Sprache: Das Rechenzentrum-Geschäft, Nvidias Goldgrube, generierte 41,1 Milliarden Dollar – ein Plus von 56 Prozent zum Vorjahr. Die neue Blackwell-Architektur zeigte mit einem sequenziellen Wachstum von 17 Prozent, dass die nächste Generation der KI-Chips bereits Fahrt aufnimmt.

Doch genau hier lag das Problem. Die 41,1 Milliarden Dollar blieben leicht unter den Erwartungen einiger Analysten. In einem Markt, der Nvidia mittlerweile Perfektion abverlangt, reichte "sehr gut" offenbar nicht mehr aus.

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CEO Jensen Huang zeigte sich dennoch optimistisch: "Blackwell ist die AI-Plattform, auf die die Welt gewartet hat." Die Produktion läuft auf Hochtouren, doch die Investoren wollen mehr als nur Versprechungen sehen.

China-Faktor belastet Ausblick

Besonders ins Gewicht fiel Nvidias vorsichtige Haltung beim Thema China. Für das laufende Quartal prognostiziert das Unternehmen 54 Milliarden Dollar Umsatz – mehr als erwartet, aber bewusst ohne mögliche Verkäufe von H20-Chips nach China.

Diese Zurückhaltung hat einen Grund: Die Unsicherheit über die Handelspolitik zwischen den USA und China. Zwar gibt es Berichte über Verhandlungen der Trump-Administration, die Chip-Verkäufe gegen eine 15-prozentige Umsatzbeteiligung erlauben könnte. Doch Nvidia rechnet lieber vorsichtig als später enttäuschen zu müssen.

Ein interessantes Detail: Das Unternehmen konnte bereits 650 Millionen Dollar mit H20-Verkäufen an einen Kunden außerhalb Chinas erzielen und profitierte von einer Bestandsauflösung in Höhe von 180 Millionen Dollar.

Bewertung bleibt sportlich

Trotz des jüngsten Kursrückgangs ist Nvidia mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 55 weiterhin alles andere als ein Schnäppchen. Die Marktkapitalisierung von über vier Billionen Dollar macht das Unternehmen zum wertvollsten börsennotieren Konzern der Welt – entsprechend hoch sind die Erwartungen.

Die großen Tech-Konzerne von Microsoft über Google bis Amazon planen für 2025 Investitionen von über 320 Milliarden Dollar in KI-Technologie und Rechenzentren. Das sollte Nvidias Geschäft weiter antreiben, doch die Anleger fragen sich zunehmend: Wie lange kann dieses Tempo noch anhalten?

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