Innerhalb eines einzigen Monats hat Nvidia mehr als 36 Milliarden US-Dollar in KI-Partner investiert. Gleichzeitig wächst der Druck von außen: Geopolitische Spannungen im Nahen Osten bedrohen Lieferketten — und Nvidia hat bereits seine Büros in Dubai geschlossen.

Strategische Partnerschaften und Kapitalallokation

Gestern gab Nvidia eine weitreichende Partnerschaft mit Palantir bekannt. Gemeinsam wollen beide Unternehmen sogenannte „Sovereign AI"-Architekturen entwickeln — also KI-Lösungen, die Regierungen und Großkonzernen ermöglichen, ihre Daten lokal und unter eigener Kontrolle zu verarbeiten. Technisch setzt die Lösung auf Nvidias Blackwell-Ultra-Plattform mit acht GPUs, kombiniert mit Palantirs Software-Suite inklusive AIOS, Foundry und AIP Hub.

Bereits am Mittwoch hatte Nvidia eine Investition von zwei Milliarden Dollar in die Nebius Group angekündigt — rund sieben Prozent der Marktkapitalisierung des Unternehmens. Nebius erhält dafür frühzeitigen Zugang zu Nvidias kommender Rubin-Architektur. Hinzu kommen 30 Milliarden Dollar für OpenAI sowie je zwei Milliarden für Coherent und Lumentum zur Sicherung optischer Netzwerktechnologie.

Diese Investitionswelle steht auf einem soliden finanziellen Fundament. Im vierten Fiskalquartal 2026 erzielte Nvidia einen Umsatz von 68 Milliarden Dollar — ein Plus von 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 82 Prozent auf 1,62 Dollar. Analysten schätzen den freien Cashflow für das Fiskaljahr 2027 auf bis zu 180 Milliarden Dollar.

Geopolitische Risiken rücken in den Fokus

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Die Eskalation im Nahen Osten trübt das Bild. Die Schließung der Straße von Hormus hat den Brent-Ölpreis über 100 Dollar je Barrel getrieben. Für Nvidia ist besonders die Heliumversorgung kritisch: Das Gas wird zur Kühlung bei der Chipfertigung benötigt, und Katar produziert mehr als ein Drittel der weltweiten Menge. Berichten zufolge gelten Nvidia, Amazon und Microsoft als potenzielle Ziele regionaler Störaktionen.

Am gestrigen Handelstag verlor der Nasdaq 1,78 Prozent, der S&P 500 gab 1,52 Prozent nach. Cantor Fitzgerald bekräftigte dennoch sein „Overweight"-Rating mit einem Kursziel von 300 Dollar — ausgehend von einem Kursniveau um 182 Dollar zum Zeitpunkt der Einschätzung ein erhebliches Aufwärtspotenzial.

GTC als nächster Katalysator

Ab dem 16. März richtet Nvidia seine jährliche GTC-Konferenz aus. Erwartet werden Ankündigungen rund um physische KI und Robotik. Nvidia positioniert sich dabei zunehmend nicht mehr als reiner Chip-Lieferant, sondern als Anbieter vollständiger KI-Fabrik-Architekturen — ein Ansatz, der tief in die Ökosysteme von Partnern wie Texas Instruments und WekaIO eingreift. Ob die Veranstaltung neue Impulse für die Aktie liefert, die seit dem 52-Wochen-Hoch im November rund elf Prozent verloren hat, wird sich in den Tagen danach zeigen.

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