Die Quartalszahlen des KI-Giganten waren mit Spannung erwartet worden - und dann das: Trotz Rekordumsätzen und übertroffenem Gewinn rutschte die Aktie zeitweise ins Minus. Was ist da schiefgelaufen?

Eigentlich sah alles nach einem weiteren Triumph aus. Der Quartalsumsatz katapultierte sich um satte 56 Prozent auf 46,74 Milliarden Dollar nach oben. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von gut 26,4 Milliarden Dollar - ein Plus von 59 Prozent zum Vorjahr. Doch die Börsenhoffnungen waren offenbar noch größer.

Das China-Dilemma wird zum Milliardenthema

Besonders brisant: Während Konzernchef Jensen Huang von einem Umsatzpotenzial von 50 Milliarden Dollar allein in China träumt, verkauft das Unternehmen dort derzeit keinen einzigen Chip. Die politischen Spannungen zwischen Washington und Peking haben den lukrativsten Markt der Welt komplett dichtgemacht.

Huang führt bereits Gespräche mit der Trump-Regierung über mögliche Lockerungen der Exportbeschränkungen. Sein Argument: Ein komplettes Verkaufsverbot würde nur chinesische Konkurrenten stark machen, die später auch global gegen Nvidia antreten könnten. Der CEO zeigt sich sogar bereit, den amerikanischen Staat mit 15 Prozent an den China-Erlösen zu beteiligen.

Analysten bleiben trotzdem optimistisch

Wall Street-Experte Harlan Sur von JPMorgan sieht das Muster weiterhin intakt: übertroffen Erwartungen, höhere Ziele. Er schraubte sein Kursziel von 170 auf 215 Dollar nach oben. Auch Bernstein, Morgan Stanley und Bank of America zogen ihre Bewertungen deutlich über die 200-Dollar-Marke.

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Doch bei den Anlegern kam die Botschaft zunächst nicht an. Die Aktie drehte einen Cent unter ihrem Allzeithoch von 184,48 Dollar ins Minus und verlor zeitweise 0,9 Prozent.

Der Appetit wird mit dem Essen größer

Vielleicht liegt es daran, dass bei aller Euphorie auch kritische Töne zu hören sind. Das Wachstumstempo im wichtigen Rechenzentrumsgeschäft lässt merklich nach - von explosiv auf "nur noch" sehr stark. Zudem bleibt fraglich, wie lange die Tech-Riesen ihre Investitionen in diesem Tempo hochfahren können.

Huang verspricht zwar, dass neuere KI-Systeme bis zu 1000 Mal mehr Rechenleistung benötigen würden. Doch diese Prognose steht noch auf wackeligen Beinen. Für das laufende Quartal plant der Konzern weiterhin keine Verkäufe nach China ein und rechnet mit 54 Milliarden Dollar Umsatz.

Die Aktie bleibt damit gefangen zwischen der Realität schwieriger Exportbedingungen und den Träumen von einem ungebremsten KI-Boom. Ob die Wall Street-Optimisten recht behalten, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

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