Nu Holdings Aktie: Gewinnprognosen übertroffen

Während viele Fintechs um ihre Profitabilität kämpfen, zeigt Lateinamerikas größte Digitalbank Nubank, wie es geht: Mit rekordverdächtigen Gewinnen, explodierenden Kundenzahlen und einer Expansion, die selbst erfahrene Analysten überrascht. Doch kann der Mutterkonzern Nu Holdings dieses atemberaubende Tempo wirklich durchhalten?
Gewinnsprung bei rekordverdächtiger Effizienz
Die Zahlen des zweiten Quartals 2025 lesen sich wie der Wunschtraum jedes Fintech-Investors: Ein Umsatz von 3,7 Milliarden US-Dollar, ein Nettoergebnis, das sich binnen zwei Jahren verdreifachte auf 637 Millionen US-Dollar, und eine Kundenbasis, die auf 123 Millionen anwächst – 17 Prozent mehr als im Vorjahr.
Doch was macht Nu Holdings wirklich besonders? Die Effizienzquote von nur 28,3 Prozent beweist, dass das Unternehmen nicht nur wächst, sondern dies auch äußerst diszipliniert tut. In Brasilien erreicht Nubank bereits 60 Prozent der erwachsenen Bevölkerung – eine Marktdurchdringung, von der europäische Digitalbanken nur träumen können.
Die Kernkennzahlen im Überblick:
- Umsatzwachstum seit 2021: 85 % (annualisiert)
- Nettoergebnis Q2 2025: 637 Mio. USD (Rekord)
- Aktive Kunden: über 100 Millionen
- Bruttomarge: 42,2 % (steigend)
Analysten-Euphorie: Kursziele schießen nach oben
Die beeindruckenden Zahlen blieben nicht ohne Folgen: Citigroup vollzog eine spektakuläre Kehrtwende und stufte die Aktie von "Verkaufen" auf "Kaufen" hoch – und verdoppelte gleichzeitig das Kursziel auf 18 US-Dollar. Auch Susquehanna (17 USD) und Banco Bradesco BBI (16 USD) zogen nach.
Interessant: Trotz des Raketenstarts erscheint die Aktie mit einem KGV von 30,7 laut Analysten immer noch unterbewertet – besonders im Vergleich zu US-Fintech-Konkurrenten. Eine seltene Konstellation bei solchem Wachstum.
Expansions-Turbo: Milliarden-Deals und strategische Weichen
Doch Nu Holdings gibt nicht einfach Gas – es wechselt den Turbo ein. Gerüchte über eine Milliarden-Übernahme der argentinischen Brubank könnten die regionale Dominanz weiter zementieren. In Mexiko und Kolumbien zeigt sich das Wachstumsmuster bereits: 12 Millionen Kunden in Mexiko und eine Verdreifachung auf 3,4 Millionen in Kolumbien binnen kürzester Zeit.
Die jüngste Personalie unterstreicht die globalen Ambitionen: Ex-Zentralbankchef Roberto Campos Neto übernimmt als Vice Chairman die strategische Führung – ein klares Signal für die nächste Expansionsphase.
Kann das Momentum halten?
Mit einem Kurs von 12,66 Euro (Stand Donnerstag) und einem Plus von 22 Prozent seit Jahresanfang zeigt die Aktie bereits Stärke. Der RSI von 73,8 deutet zwar auf überkaufte Bedingungen hin, doch bei einer annualisierten Volatilität von 36 Prozent ist Bewegung programmiert.
Die eigentliche Frage bleibt: Kann Nu Holdings dieses explosive Wachstum monetarisieren, ohne die Effizienz zu opfern? Die bisherige Performance spricht eine klare Sprache – aber im Fintech-Sektor kann sich bekanntlich alles blitzschnell ändern.
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