Nach einem volatilen Vorjahr atmen Aktionäre des dänischen Pharma-Riesen derzeit auf. Der Kurs erholt sich spürbar, getrieben von ersten konkreten Verkaufszahlen der neuen Abnehm-Tablette in den USA. Während der direkte Konkurrent Eli Lilly mit Verzögerungen kämpft, nutzt Novo Nordisk eine aggressive Preisstrategie, um sich entscheidende Marktanteile zu sichern.

Starker Start für die Tablette

Der primäre Auslöser für die aktuelle Kauflaune sind Daten, die die Marktakzeptanz des oralen Wegovy-Präparats (Semaglutid) belegen. Laut IQVIA wurden innerhalb von nur vier Tagen nach dem Start am 5. Januar bereits rund 3.100 Rezepte in US-Apotheken eingelöst.

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Marktbeobachter werten diesen Auftakt als solide Bestätigung dafür, dass die Nachfrage nach nicht-injizierbaren Behandlungen hoch ist. Analysten betonen zudem, dass diese Zahl lediglich den Einzelhandel abbildet und Direktverkäufe an Patienten, die einen Kern der neuen Vertriebsstrategie bilden, noch gar nicht vollständig erfasst sind.

Kampfpreis über "TrumpRx"

Um Hürden bei den US-Versicherungen zu umgehen und dem drohenden Patentablauf in der nächsten Dekade entgegenzuwirken, geht Novo Nordisk neue Wege. Das Unternehmen hat sich in die staatlich unterstützte Plattform "TrumpRx" integriert, die den Direktverkauf an Patienten ermöglicht.

Die Preisgestaltung ist dabei als direkter Angriff auf die Konkurrenz zu verstehen:
* Einstiegsangebot: Bis Mitte April 2026 sind die Startdosen für 149 US-Dollar pro Monat für Selbstzahler erhältlich.
* Volumenstrategie: Ziel ist es, das Segment der "Self-Pay"-Kunden zu erschließen, das bisher aufgrund hoher Listenpreise kaum zugänglich war.

Wichtiger Vorsprung vor Eli Lilly

Zusätzlichen Rückenwind erhält die Novo-Aktie durch Probleme beim Hauptwettbewerber. Die Entscheidung der US-Arzneimittelbehörde FDA zum Konkurrenzprodukt von Eli Lilly (Orforglipron) wurde Berichten zufolge auf April 2026 verschoben. Dieser regulatorische Aufschub verschafft Novo Nordisk einen strategischen Vorsprung von drei Monaten, um die eigene Tablette als Standardtherapie im Markt zu etablieren, bevor der Wettbewerb anzieht.

Langfristige Risiken bleiben bestehen

Trotz der Kursrallye von über 24 Prozent in den letzten 30 Tagen sollten Anleger den Kontext nicht aus den Augen verlieren. Die strukturellen Bedenken, die Analysten wie Michael Nedelcovych von TD Cowen bereits im August 2025 äußerten, sind weiterhin relevant. Das damalige Kursziel von umgerechnet rund 70 US-Dollar basierte auf der Sorge vor langfristigem Margendruck und Patentabläufen ab 2032. Die aktuelle Erholung verkleinert zwar die Lücke, widerlegt aber noch nicht die These, dass das Gewinnwachstum ab diesem Jahr schwieriger werden könnte.

Marktüberblick:
* Aktueller Kurs: 50,78 €
* Entwicklung 30 Tage: +24,43 %
* Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -41,70 %

Für die weitere Kursentwicklung sind nun die Ergebnisse des ersten Quartals 2026 entscheidend. Erst diese Zahlen werden verifizieren, ob das anfängliche Verschreibungsvolumen nachhaltig ist und ob die aggressive Preispolitik die Profitabilität sichern kann.

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