Novo Nordisk Aktie: Angriff mit Kampfpreis
Novo Nordisk bläst zur Gegenoffensive im hart umkämpften Markt für Abnehmpräparate. Mit dem US-Start der oralen Version von Wegovy und einer aggressiven Preisstrategie setzt der dänische Pharmariese seinen Hauptkonkurrenten Eli Lilly unter Druck. Anleger werten den strategischen Schachzug als wichtiges Signal der Stärke nach einer zuletzt turbulenten Phase.
Preiskampf in den USA
Der entscheidende Treiber für die jüngsten Kursgewinne ist die aggressive Preisgestaltung, mit der Novo Nordisk den Markt aufrollen will. Um schnell Marktanteile gegen das Konkurrenzprodukt Zepbound von Eli Lilly zurückzuerobern, bietet der Konzern die Einstiegsdosis der täglichen Tablette für Selbstzahler bis Mitte April 2026 für 149 US-Dollar pro Monat an.
Dieser Preis liegt massiv unter den üblichen Kosten für injizierbare GLP-1-Agonisten, die ohne Versicherungsschutz oft 1.000 Dollar übersteigen. Verfügbar ist das Präparat ab sofort in über 70.000 US-Apotheken, darunter große Ketten wie CVS und Costco. Flankiert wird der Start durch die Einbindung in digitale Gesundheitsplattformen, um den Zugang zu Rezepten zu erleichtern.
Hoffnungsträger nach Rückschlägen
Die Markteinführung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Klinische Daten der Phase-3-Studie OASIS 4 stützen den Schritt mit einem nachgewiesenen Gewichtsverlust von durchschnittlich 14 Prozent über 64 Wochen. Dies hilft, die Enttäuschung über die im Dezember gescheiterte Alzheimer-Studie (EVOKE) in den Hintergrund zu rücken, die den Kurs zuletzt belastet hatte.
Gleichzeitig baut der Konzern intern um: Die Leiterin der US-Öffentlichkeitsarbeit, Jennifer Duck, verlässt das Unternehmen im Rahmen einer globalen Reorganisation. Dass der Markt trotz dieser Personalrochade positiv reagiert, zeigt, dass der Fokus der Investoren derzeit fast ausschließlich auf dem kommerziellen Erfolg der neuen Tablette liegt.
Analysten sehen Kaufchance
Die Stimmung an der Wall Street hellt sich angesichts der Offensive auf. Analyst Richard Vosser von J.P. Morgan bestätigte am Dienstag sein "Buy"-Rating für die Aktie. Diese Zuversicht spiegelt sich auch in der jüngsten Kursentwicklung wider: Auf 7-Tages-Sicht legte das Papier um gut 9,5 Prozent zu und notierte zuletzt bei rund 48 Euro. Damit konnte sich der Titel deutlich vom 52-Wochen-Tief bei 39,05 Euro lösen, wenngleich der Weg zum alten Hoch noch weit ist.
Das erste Halbjahr 2026 wird nun maßgeblich davon abhängen, wie schnell die Tablette im "Cash-Pay"-Segment Fuß fasst. Da Eli Lillys eigenes orales Konkurrenzprodukt (Orforglipron) noch in der Entwicklung steckt und erst im Laufe des Jahres auf eine Zulassung hoffen kann, hat sich Novo Nordisk einen strategischen Zeitvorteil verschafft. Entscheidend für die Nachhaltigkeit der Kurserholung werden die konkreten Verschreibungsdaten der kommenden Wochen sein.
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