National Grid Aktie: US-Gegenwind
Zoë Yujnovich hat das Ruder beim britischen Versorgungsriesen übernommen, doch der Fokus der Anleger verschiebt sich bereits. Während der Konzern massiv in die Infrastruktur investiert, sorgt ein Tarifstreit in den USA für Unruhe. Wie wird die neue Führung auf den wachsenden politischen Druck in Massachusetts reagieren?
Neue Führung und solide Basis
Zoë Yujnovich leitet seit Mitte November das operative Geschäft. Die ehemalige Shell-Managerin übernahm den CEO-Posten von John Pettigrew in einer Phase, in der National Grid so viel investiert wie nie zuvor. Die im November vorgelegten Halbjahreszahlen für 2025/26 bilden das Fundament ihrer Amtszeit.
- Bereinigter Gewinn je Aktie (EPS): 29,8 Pence (+6 %)
- Kapitalinvestitionen: Rekordwert von 5,1 Milliarden Pfund
- Jahresprognose: Bestätigt (6–8 % EPS-Wachstum)
Politischer Widerstand in Massachusetts
Ein zentraler Kurstreiber für das junge Börsenjahr 2026 ist das regulatorische Umfeld in den USA. Mitte Januar reichte National Grid einen Antrag auf Erhöhung der Basis-Gaspreise in Massachusetts ein. Das Unternehmen fordert für einen Fünfjahresplan eine Eigenkapitalrendite von 10,25 %, um notwendige Sicherheits-Upgrades am Gasnetz zu finanzieren.
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Die Antwort aus der Politik folgte prompt. Gouverneurin Maura Healey kündigte vor knapp zwei Wochen nicht nur Entlastungsmaßnahmen für Verbraucher an, sondern sprach sich explizit gegen die beantragte Tariferhöhung aus. Damit droht National Grid ein langwieriges und streitiges Prüfverfahren durch die Behörden.
Strategie und Ausblick
Die Effizienz der Ausgaben bleibt der entscheidende Gradmesser für die Bilanzstärke und die Dividendenpolitik. Der Markt achtet nun darauf, ob die neue CEO unter dem regulatorischen Druck in den USA strategische Anpassungen bei der Kapitalallokation zwischen Großbritannien und Nordamerika vornimmt.
Das laufende Geschäftsjahr endet im März 2026. Bis dahin muss der Konzern beweisen, dass die operativen Fortschritte ausreichen, um das angestrebte EPS-Wachstum von bis zu 8 % trotz des schwierigen Zinsumfelds zu erreichen. Eine Entscheidung im Tarifstreit in Massachusetts wird erst für Ende 2026 erwartet, doch Zwischenberichte der Behörden könnten die Stimmung bereits frühzeitig beeinflussen.
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