Nasdaq: Wichtige Unterstützung fällt
Der Nasdaq Composite erlebte am Freitag einen deutlichen Rücksetzer, der weit über eine gewöhnliche Korrektur hinausging. Eine Kombination aus eskalierenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und schweren Vorwürfen gegen einen Branchenriesen löste eine aggressive Verkaufswelle aus. Damit verlor der Index eine charttechnische Bastion, die fast ein Jahr lang Bestand hatte.
Ölpreis und Zinsen belasten
Der Verkaufsdruck hielt den gesamten Handelstag über an. Ein wesentlicher Treiber war der sprunghafte Anstieg der Ölpreise: Brent-Rohöl kletterte auf über 112 US-Dollar pro Barrel, nachdem Berichte über Versorgungsunterbrechungen infolge der „Operation Epic Fury“ die Runde machten. Parallel dazu stieg die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen auf 4,382 Prozent. Diese Entwicklung erhöhte den Druck auf Wachstumsaktien massiv, da die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen der Federal Reserve schwindet.
Super Micro Computer im freien Fall
Besonders hart traf es den Halbleitersektor. Die Aktie von Super Micro Computer (SMCI) brach um mehr als 33 Prozent ein. Hintergrund sind schwerwiegende Vorwürfe wegen mutmaßlichen Chipschmuggels, die das Vertrauen in die gesamte Lieferkette erschütterten. Dieser Einbruch zog weitere Schwergewichte wie Western Digital und Micron Technology mit nach unten.
Die größten Verlierer im Nasdaq (20. März):
* Super Micro Computer (SMCI): -33,3 % (Regulatorische Sorgen)
* Constellation Energy (CEG): -10,9 % (Schwäche im KI-Energiesektor)
* Western Digital (WDC): -7,52 % (Hardware-Sektor unter Druck)
* Micron Technology (MU): -4,81 % (Vorsichtiger Ausblick für 2026)
Einziger Lichtblick in diesem Umfeld war Planet Labs. Das Unternehmen glänzte mit einem Umsatzwachstum von 41 Prozent und einem ausgeglichenen Ergebnis, was die Aktie gegen den Markttrend um 26 Prozent nach oben katapultierte.
Charttechnischer Dammbruch
Technisch betrachtet hat sich die Lage massiv verschlechtert. Der Nasdaq Composite schloss bei 21.647,61 Punkten und damit deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von etwa 22.090 Punkten. Dieser Bruch signalisiert den Verlust einer langfristigen Unterstützung, die seit Mai des Vorjahres die Kurse gestützt hatte.
Obwohl der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert unter 30 einen überverkauften Zustand anzeigt, deutet das hohe Handelsvolumen auf einen koordinierten Rückzug institutioneller Anleger hin. Diese schichteten zuletzt verstärkt in Cash-Bestände um, während das Put-Call-Verhältnis auf 1,15 kletterte. Die Nervosität am Markt ist greifbar: Der Volatilitätsindex VIX sprang um über elf Prozent nach oben.
Ausblick auf Montag
Zum Wochenauftakt am 23. März liegt der Fokus der Marktteilnehmer weiterhin auf dem Ölmarkt. Sollte der Preis für Brent-Rohöl die Marke von 120 US-Dollar anvisieren, dürfte dies weiteren Verkaufsdruck auslösen. Ohne eine schnelle Rückeroberung des 200-Tage-Durchschnitts droht technisch eine Ausweitung der Abwärtsbewegung in Richtung der psychologischen Marke von 21.500 Punkten. Die US-Börsen öffnen am Montag wieder regulär um 14:30 Uhr MEZ.
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