NASDAQ 100: Steigender Gegenwind!
Der technologielastige Leitindex startet in eine der komplexesten Handelswochen seit dem Bärenmarkt 2022. Während die eskalierende geopolitische Lage im Nahen Osten und rasant steigende Ölpreise Ängste vor einer neuen Inflationswelle schüren, ruhen die Hoffnungen der Investoren auf dem wichtigsten Branchenevent des Jahres. Die heute startende Nvidia-Entwicklerkonferenz GTC prallt direkt auf die harte Realität schwindender Zinssenkungsfantasien.
Makro-Sorgen belasten Tech-Werte
Verantwortlich für die angespannte Stimmung ist primär der militärische Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran. Die faktische Schließung der Straße von Hormus hat rund 20 Prozent der weltweiten Öllieferungen unterbrochen und den Preis für Brent-Rohöl auf über 110 US-Dollar pro Barrel getrieben. Diese Entwicklung befeuert am Markt die Sorge vor einer Stagflation – einer wirtschaftlich schwierigen Mischung aus hoher Inflation und stagnierendem Wachstum.
Entsprechend haben Marktteilnehmer ihre Erwartungen an die US-Notenbank drastisch nach unten korrigiert. Für die anstehende Fed-Sitzung am Mittwoch rechnen Händler laut dem CME-Indikator mittlerweile nur noch mit einer einzigen Zinssenkung im Dezember. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen kletterte im Zuge dieser Neubewertung zuletzt wieder auf knapp 4,3 Prozent, was klassischerweise Druck auf hoch bewertete Technologieaktien ausübt.
Hoffnungsträger Künstliche Intelligenz
Als Gegengewicht zu den makroökonomischen Belastungen fungiert die heute in San Jose startende Nvidia GTC 2026. Die Konferenz gilt als zentraler Gradmesser für den gesamten KI-Sektor. CEO Jensen Huang wird in seiner Keynote die technologische Marschroute für Chips, Software und neue Anwendungen vorgeben. Analysten von Wells Fargo halten es für möglich, dass Nvidia im Rahmen des Events seine langfristigen Umsatzprognosen auf über 600 Milliarden US-Dollar anhebt.
Ein starker Auftritt könnte den Tech-Schwergewichten, die zuletzt spürbar an Boden verloren haben, eine dringend benötigte Stütze bieten. Die Nvidia-Aktie selbst notiert nach Gewinnmitnahmen im Vorfeld der Konferenz aktuell rund 15 Prozent unter ihrem Allzeithoch vom vergangenen Oktober. Auch andere Index-Schwergewichte wie Microsoft und Amazon verzeichneten in den vergangenen Wochen zweistellige prozentuale Rücksetzer, da Kapital zunehmend in den erstarkenden Energiesektor floss.
Wichtige charttechnische Marken
Aus technischer Sicht bewegt sich der Nasdaq 100 auf dünnem Eis. Der Index testet derzeit die 200-Tage-Linie, die als wesentlicher langfristiger Unterstützungsbereich dient. Die Marke von 24,411 Punkten markiert dabei die kritische Untergrenze. Ein nachhaltiger Bruch dieses Niveaus würde den Weg in tiefere Preiszonen öffnen.
Gelingt es den Käufern hingegen, den Index angetrieben durch positive GTC-Impulse über den aktuellen Widerstand bei 25,025 Punkten zu heben, wäre die jüngste dreiwöchige Verlustserie vorerst gestoppt. Die Kombination aus den Nvidia-Ankündigungen in den kommenden Tagen und den geldpolitischen Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell am Mittwochnachmittag wird die charttechnische Richtung für das restliche Frühjahr diktieren.
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