Nasdaq 100: Kehrtwende nach Trump-Entscheidung
Der Nasdaq 100 hat am Dienstag eine beeindruckende Erholung hingelegt und über 1,8 Prozent zugelegt. Auslöser war eine überraschende Kehrtwende von US-Präsident Trump: Er setzte geplante Zölle gegen NATO-Partner aus und verwarf militärische Pläne bezüglich Grönlands. Die Ankündigung löste an der Wall Street eine deutliche "Risk-on"-Bewegung aus.
Der Index schloss nahe der Marke von 25.500 Punkten und machte damit die Verluste der Vortage wett. Besonders stark gefragt waren Technologiewerte und Halbleiter-Aktien. Die Volatilität ging merklich zurück – der VIX fiel um über fünf Prozent auf 19,06 Punkte.
Halbleiter treiben den Index
Die stärksten Impulse kamen aus dem Chip-Sektor. Intel schoss um knapp zwölf Prozent nach oben, angetrieben durch optimistische Analystenkommentare vor den am 22. Januar anstehenden Quartalszahlen. AMD legte 7,5 Prozent zu, während Nvidia rund drei Prozent gewann, nachdem CEO Jensen Huang angekündigt hatte, nach China zu reisen, um neue Chip-Märkte zu erschließen.
Auch IBM konnte mit einem Plus von 4,7 Prozent auf 291,40 Dollar überzeugen. JPMorgan hatte das Kursziel angehoben und verwies auf die starke Entwicklung im Software-Geschäft.
Auf der Verliererseite stand Netflix mit einem Minus von bis zu vier Prozent. Trotz besser als erwarteter Quartalszahlen enttäuschte der Streaming-Dienst beim Abonnentenwachstum. Die Aktie fiel auf ein 52-Wochen-Tief. Kraft Heinz verlor rund 5,5 Prozent, nachdem bekannt wurde, dass Berkshire Hathaway einen Großteil seiner Position abstoßen will.
Technische Ausgangslage verbessert sich
Aus charttechnischer Sicht bildete der Nasdaq 100 eine bullische Umkehrformation. Der Index verteidigte erfolgreich die wichtige Unterstützung am 100-Tage-Durchschnitt bei 25.000 Punkten. Das nächste Ziel liegt nun beim Jahreshoch knapp unter 26.000 Punkten.
Das Handelsvolumen war deutlich erhöht, besonders im Halbleiter-Sektor. Der Options-Markt zeigte bei Intel eine ungewöhnlich starke Aktivität – das Volumen lag beim Sechsfachen des Tagesdurchschnitts, mit einem Call-Put-Verhältnis von 2,5 zu 1.
Die 10-jährige US-Staatsanleihe notiert bei 4,26 Prozent und liefert damit ein stabiles Umfeld für Wachstumsaktien. Ein Anstieg über 4,30 Prozent könnte allerdings für neue Volatilität sorgen. Die Intel-Zahlen heute dürften richtungsweisend für die weitere Entwicklung des Index werden.
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