Bei der Banca Monte dei Paschi di Siena (MPS) bahnt sich ein Machtkampf um die künftige Führung an. Während der amtierende Verwaltungsrat den aktuellen CEO Luigi Lovaglio bereits aussortiert hatte, bringt ein einflussreicher Großaktionär den Manager nun per Gegenliste wieder ins Spiel. Diese Personalie ist entscheidend für die Fortführung des aktuellen Sanierungskurses und die geplante Expansion.

PLT Holding, das Investmentvehikel der Familie Tortora, hat offiziell eine eigene Kandidatenliste für die anstehende Neuwahl des Verwaltungsrats eingereicht. Mit einem Anteil von über 1,2 Prozent fordert die Holding die Wiederberufung von Lovaglio als CEO und schlägt zudem Cesare Bisoni als neuen Vorsitzenden vor. Die Initiative ist eine direkte Reaktion auf den Vorschlag des scheidenden Boards, das Lovaglio für das nächste Mandat nicht mehr berücksichtigt hatte. PLT setzt auf Kontinuität, um den aktuellen Industrieplan abzusichern und weitere Wachstumschancen im regionalen Bankensektor zu prüfen.

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Fusion mit Mediobanca im Fokus

Die personellen Unstimmigkeiten fallen in eine Phase tiefgreifender struktureller Veränderungen. Erst vor kurzem segneten die Gremien von MPS und Mediobanca einen Fusionsplan ab, bei dem Mediobanca in das Sieneser Institut integriert werden soll. Das Umtauschverhältnis wurde auf 2,45 MPS-Aktien für jede Mediobanca-Aktie festgelegt. Ziel des Zusammenschlusses ist ein integrierter Bankenriese mit Schwerpunkt auf Wealth Management und Investmentbanking, der Synergien in Höhe von rund 700 Millionen Euro heben soll.

Nach Abschluss der Transaktion wird sich die Aktionärsstruktur deutlich verschieben. Die künftigen Machtverhältnisse gestalten sich voraussichtlich wie folgt:
- Delfin: 16,1 %
- Caltagirone-Gruppe: 9,4 %
- Italienisches Finanzministerium: ca. 4,5 %

An der Börse reagierten Anleger zuletzt verhalten. Die Aktie notiert mit 7,03 Euro nur hauchdünn über ihrem 52-Wochen-Tief von 7,02 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits rund ein Viertel seines Wertes verloren.

Die Entscheidung über die künftige Führung fällt auf der Jahreshauptversammlung am 15. April 2026. Neben der Wahl des Verwaltungsrats stimmen die Aktionäre über eine Dividende von 0,86 Euro pro Aktie für das Geschäftsjahr 2025 ab. Die Auszahlung ist für den 20. Mai geplant, sofern die Hauptversammlung dem Vorschlag zustimmt.

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