Microsoft Aktie: Belastung vor Zahlen
Microsoft steht unter Druck. Die Aktie ist auf ein Sechsmonatstief gefallen, während sich gleich mehrere Herausforderungen türmen: Eine Wettbewerbsuntersuchung in der Schweiz, hohe KI-Ausgaben und vor allem die Quartalszahlen am 28. Januar. Die Frage ist nicht ob, sondern wie stark die Belastungen durchschlagen.
Schweizer Behörden prüfen Preisgestaltung
Die Schweizer Wettbewerbskommission (COMCO) hat eine Voruntersuchung gegen Microsoft eingeleitet. Der Vorwurf: Das Unternehmen habe die Lizenzgebühren für Microsoft 365 drastisch erhöht. Beschwerden kamen von Privatunternehmen, Behörden und öffentlichen Einrichtungen.
Die Behörde prüft, ob die Preiserhöhungen gegen das Schweizer Kartellgesetz verstoßen. Microsoft erklärte, man werde mit den Behörden kooperieren. Sollte die Voruntersuchung belastende Erkenntnisse liefern, könnte ein formelles Verfahren folgen – mit möglichen Auswirkungen auf die Preissetzungsmacht in Europa.
500 Millionen Dollar für Anthropic
Parallel sorgt Microsofts KI-Strategie für Diskussionen. Das Unternehmen gibt rund 500 Millionen Dollar pro Jahr für Anthropics Claude-Modelle aus. Seit dem 7. Januar ist Claude die Standard-KI-Option für die meisten Geschäftskunden in Microsoft 365 Copilot.
Das irritiert, denn Microsoft hat bereits über 13 Milliarden Dollar in OpenAI investiert. Die Begründung: Man setze auf das jeweils beste Modell für die spezifische Aufgabe. Bei komplexen Excel-Aufgaben soll Claude um 15 Prozent besser abschneiden als GPT-4o. Zudem kann das Modell bis zu 500.000 Tokens für Dokumentenanalysen verarbeiten.
Die Doppelstrategie wirft Fragen auf: Warum diese massiven Parallel-Investitionen? Und wie wirken sich die Kosten auf die Margen aus?
Quartalszahlen als Richtungsentscheidung
Am 28. Januar folgen die Zahlen für das zweite Fiskalquartal 2026. Im Vorquartal wuchs die Azure-Cloudsparte um 40 Prozent, wovon 16 bis 18 Prozentpunkte auf KI-Dienste entfielen. Die verbleibenden Vertragsverpflichtungen erreichten fast 400 Milliarden Dollar.
Microsoft plant, seine Rechenzentrumskapazität in den nächsten zwei Jahren zu verdoppeln. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, beim Ausbau in den USA enger mit lokalen Gemeinden zusammenzuarbeiten und Investitionen in die Stromnetze zu finanzieren.
Die Analysten bleiben optimistisch: 32 Experten empfehlen die Aktie zum Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 628 Dollar – deutlich über dem aktuellen Niveau. TD Cowen hob das Ziel auf 655 Dollar an, Barclays senkte es von 625 auf 610 Dollar bei unveränderter Übergewichtung.
Institutionelle Investoren reduzieren Positionen
Nicht alle teilen den Optimismus. Die Vanderbilt University hat ihren Anteil um 21,1 Prozent reduziert. Andere institutionelle Investoren positionieren sich vorsichtig vor den Quartalszahlen. Gleichzeitig unterzeichnete die Wikipedia Foundation einen KI-Lizenzvertrag mit Microsoft, und das Unternehmen kaufte 2,85 Millionen Boden-Kohlenstoff-Credits – Maßnahmen, die ESG-Bedenken entgegenwirken sollen.
Die Zahlen am 28. Januar werden zeigen, ob die KI-Investitionen sich auszahlen oder die steigenden Kosten die Margen belasten. Bei einem KGV von etwa 33 und einer Marktkapitalisierung von 3,41 Billionen Dollar hat die Aktie wenig Spielraum für Enttäuschungen.
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