Mac Studio M5 Ultra: Leistungssprung mit Server-Chip-Technik
Apple bereitet den größten Leistungssprung in der Geschichte des Mac Studio vor. Ein umfassender Leak enthüllt Details zum kommenden Top-Desktop mit dem M5 Ultra-Chip, der mit revolutionärer Server-Verpackungstechnik und bis zu 80 GPU-Kernen aufwartet. Das Gerät soll zur neuen Profi-Flaggschiff werden – und den modularen Mac Pro endgültig ablösen.
Revolution im Gehäuse: Server-Technik für den Schreibtisch
Während das markante „Squircle“-Design erhalten bleibt, vollzieht sich im Inneren ein radikaler Wandel. Der M5 Ultra setzt erstmals auf TSMCs fortschrittlichen N3P-3-Nanometer-Prozess kombiniert mit einer „System on Integrated Chip“ (SoIC)-Verpackung. Diese Technik, bisher Hochleistungs-Servern vorbehalten, erlaubt es Apple, CPU- und GPU-Blöcke auf separate Silizium-Stücke zu verteilen.
Der Effekt ist beispiellose Skalierbarkeit: Dem Leak zufolge kommt der Chip mit einer massiven 36-Kern-CPU und einer 80-Kern-GPU. Das verdoppelt die Leistung des aktuellen M5 Max. Erste Benchmark-Daten deuten auf einen Multi-Core-Score von bis zu 41.000 Punkten in Geekbench hin – der größte Sprung einer Ultra-Chip-Generation bisher.
Thunderbolt 5 und mehr Speicher als Standard
Apple adressiert mit dem Update langjährige Profi-Wünsche. Die Anschlüsse werden massiv aufgerüstet: Thunderbolt 5 wird eingeführt und verdoppelt die Bandbreite auf 80 Gbit/s. Bis zu sechs dieser Ports sollen auf der Rückseite verbaut sein, dazu kommen 10Gb-Ethernet als Standard und ein HDMI-2.1-Anschluss für 8K-Displays.
Auch bei Speicher und Arbeitsspeicher geht es nach oben. Die Basisversion des M5 Max-Modells startet nun mit 1 TB SSD, der M5 Ultra sogar mit 2 TB. Der Unified Memory beginnt bei 36 GB (Max) bzw. 96 GB (Ultra), mit Optionen bis 192 GB für anspruchsvolle KI-Berechnungen.
Das Ende einer Ära: Mac Studio verdrängt den Mac Pro
Die strategisch bedeutendste Enthüllung: Apple priorisiert intern klar den Mac Studio. Der größere, teurere Mac Pro wird für 2026 offenbar übergangen. Das Unternehmen sieht im kompakten Studio die Zukunft seiner Profi-Desktops, die für die meisten kreativen Workflows ausreicht.
Diese Wende spiegelt sich auch in geleakten macOS-„Tahoe“-Code, der neue Mac Studio-Identifikatoren auflistet, aber keine für den Mac Pro. Indem Apple seine stärkste Hardware in das kleinere Gehäuse packt, setzt es eindeutig auf Leistungsdichte und Effizienz statt auf Erweiterbarkeit.
KI-Arbeitspferd für lokale Modelle
Das Timing ist entscheidend. In einem Markt, der von spezialisierter KI-Hardware geprägt ist, positioniert Apple den Mac Studio als Power-Tool für KI-Entwicklung, 3D-Rendering und 8K-Videobearbeitung. Die dedizierten Neuronalen Engine-Kerne in jedem GPU-Block sollen auf der Ultra-Stufe exponentiell leistungsfähiger sein. Das macht den Desktop zum idealen Ziel für Entwickler, die große Sprachmodelle lokal trainieren oder mit generativer KI arbeiten.
Erwarteter Start zur WWDC im Juni
Analysten erwarten die Vorstellung zur WWDC 2026 im Juni. Dann könnte der M5 Ultra zusammen mit dem nächsten großen macOS-Update debütieren, das tiefer auf die Fähigkeiten der Neural Engine eingeht. Der Preis soll wettbewerbsfähig bleiben; der Einstieg für das M5 Max-Modell wird weiterhin bei rund 2.000 Euro erwartet.
Stehen die geleakten Leistungsdaten, redefiniert der Mac Studio 2026 nicht nur sich selbst, sondern zeigt, was in einem kompakten Desktop-Format heute möglich ist.








