Lynas Aktie: Kaufsignal vor Zahlen
Kurz vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen erhält der australische Produzent für Seltene Erden Rückenwind von der Wall Street. Morgan Stanley stufte den Titel heute hoch und ignoriert dabei bewusst potenzielle kurzfristige Risiken. Doch reicht der Optimismus der Analysten aus, um die beeindruckende Rallye des Jahresstarts fortzusetzen?
Aufstufung trotz Warnsignalen
Morgan Stanley hob das Rating am Montagmorgen von „Neutral“ auf „Overweight“ an. Das neue Kursziel von 17,55 australischen Dollar (AUD) impliziert ein Aufwärtspotenzial von rund 11 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag. Die Aktie reagierte heute mit einem Kursplus von 2 Prozent und setzte damit ihren Lauf fort – seit Jahresbeginn legte das Papier bereits um etwa 26 Prozent zu.
Bemerkenswert ist die Begründung der Investmentbank: Die Analysten rechnen zwar damit, dass der anstehende Quartalsbericht die Erwartungen verfehlen könnte, raten Anlegern jedoch, über diese kurzfristige Enttäuschung hinwegzusehen. Ausschlaggebend für die positive Einschätzung seien die aktuell starken Rohstoffpreise für Seltene Erden, die das langfristige Bild dominieren.
Spannung vor dem Mittwoch
Am Mittwoch, den 21. Januar, wird das Unternehmen seine Bücher für das Dezember-Quartal öffnen. Die Markterwartungen sind ambitioniert, nachdem Lynas im vorangegangenen Quartal den Umsatz im Jahresvergleich um 66 Prozent steigern konnte.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 prognostizieren Experten eine Verdopplung des Umsatzes auf rund 1,1 Milliarden AUD. Treiber dieser Entwicklung sind sowohl höhere Produktionsvolumina als auch das verbesserte Preisumfeld. Prognosen deuten darauf hin, dass die Produktion von Neodym-Praseodym (NdPr) im Geschäftsjahr 2026 um 35 Prozent auf rund 8.800 Tonnen steigen könnte.
Führungswechsel und Analystenmeinung
Neben den operativen Daten bewegt Anleger der angekündigte Abschied von CEO Amanda Lacaze. Sie wird ihren Posten im Juni nach zwölf Jahren räumen. Unter ihrer Führung wuchs der Börsenwert des Unternehmens von 400 Millionen auf fast 15 Milliarden AUD. Die Reaktion der Aktionäre auf diese Nachricht blieb gefasst, da das Unternehmen strategisch als wichtigster Lieferant außerhalb Chinas fest etabliert ist.
Das Stimmungsbild unter den Analysten bleibt indes gemischt. Während Morgan Stanley und Goldman Sachs (seit November) optimistisch gestimmt sind, halten sich andere Häuser wie Jefferies zurück. Das durchschnittliche Kursziel liegt mit rund 15,52 AUD nahe dem aktuellen Niveau, was auf eine geteilte Meinung über das kurzfristige Potenzial hindeutet.
Der Quartalsbericht am Mittwoch wird entscheidende Hinweise liefern. Investoren werden dabei primär auf den Fortschritt bei der Produktion schwerer Seltener Erden, den Zeitplan für die Samarium-Produktion sowie Updates zur Erweiterung der Verarbeitungskapazitäten in Malaysia achten.
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