Nach einem volatilen Monat und einem Kursrückgang von rund 17 Prozent fragen sich Anleger, ob bei Lynas Rare Earths das Schlimmste überstanden ist. Während geopolitische Entspannung zuletzt massiv auf den Kurs drückte, sehen Experten von „The Motley Fool“ im Januar 2026 nun eine attraktive Gelegenheit. Ist der jüngste Rücksetzer fundamental gerechtfertigt oder bietet die aktuelle Schwäche eine antizyklische Einstiegschance?

Das Ende der Angst-Prämie

Der australische Konzern kämpft aktuell mit einer komplexen Bewertungssituation. Der Titel notiert an der Heimatbörse nahe 12,22 AUD und versucht sich an einer Bodenbildung. Hauptverantwortlich für den jüngsten Abwärtsdruck war das überraschende Handelsabkommen zwischen den USA und China Ende 2025.

Peking stimmte zu, die Exportkontrollen für Seltene Erden bis zum 10. November 2026 auszusetzen. Damit verpuffte die „Knappheits-Prämie“, die den Kurs im Vorjahr getrieben hatte. Die Angst vor einem abrupten Versorgungsstopp ist vorerst vom Tisch, was den Markt zu einer nüchternen Neubewertung westlicher Produzenten zwang. Analysten werten den aktuellen Kursrutsch jedoch zunehmend als überzogen, da die Aktie nun technisch überverkauft sei.

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Operative Baustellen belasten

Neben der geopolitischen Lage drücken hausgemachte Probleme auf die Stimmung. Berichten zufolge steht das geplante Verarbeitungswerk in Texas vor dem Aus in seiner jetzigen Form. Grund sind ungelöste Probleme bei den Abwasser-Genehmigungen. Der Markt preist das Risiko, dass dieses Projekt nicht wie geplant realisiert wird, bereits weitgehend ein.

Erschwerend kommen Störfeuer aus Malaysia hinzu. Dort wurden Ende November erneut politische Forderungen nach einer Überprüfung der Betriebslizenz laut. Diese Unsicherheiten bezüglich der operativen Standorte wiegen derzeit schwerer als die langfristige Wachstumsstory.

Blick nach vorn

Trotz des „Waffenstillstands“ im Handelskrieg kontrolliert China weiterhin rund 90 Prozent der globalen Raffineriekapazitäten. Lynas bleibt damit die einzige relevante Alternative von Größe außerhalb Chinas, was die strategische Bedeutung des Unternehmens langfristig untermauert.

Für die kommenden Wochen sollten Anleger die Marke von 12,00 AUD genau im Auge behalten. Eine Stabilisierung auf diesem Niveau wäre technisch ein erstes positives Signal. Fundamental entscheidend wird jedoch sein, ob das Management zeitnah Klarheit über die Zukunft des US-Projekts und die regulatorische Situation in Malaysia schaffen kann. Ohne konkrete Lösungen an diesen Fronten dürfte eine nachhaltige Trendwende schwierig werden.

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