Lynas Aktie: China-Sorgen zünden Rally
Eskalierende Spannungen zwischen Peking und Tokio rücken die Versorgungssicherheit bei kritischen Mineralien wieder in den Mittelpunkt. Als einziger bedeutender Produzent seltener Erden außerhalb Chinas profitiert Lynas Rare Earths massiv von der Nervosität der Märkte. Doch ist der jüngste Kursausbruch um über 18 Prozent in einer Woche fundamental gerechtfertigt oder reine Spekulation?
Der Auslöser für die Kaufwelle waren Berichte der New York Times vom 7. Januar, wonach Japan wegen möglicher chinesischer Exportbeschränkungen in Alarmbereitschaft ist. Obwohl das chinesische Handelsministerium keine spezifischen Rohstoffe nannte, deuten staatliche Medien darauf hin, dass insbesondere mittlere und schwere seltene Erden ins Visier geraten könnten.
Der Markt reagierte prompt auf diese geopolitische Zuspitzung: Die Lynas-Aktie sprang allein am 7. Januar um bis zu 16 Prozent nach oben – der stärkste Tagesgewinn seit Juli. Vom Vier-Monats-Tief am 2. Januar bei 12,15 australischen Dollar (AUD) erholte sich das Papier bis zum Handelsschluss am 9. Januar auf 14,10 AUD.
Strategische Bedeutung als Preistreiber
Die aktuelle Dynamik weckt Erinnerungen an das Jahr 2010, als Peking während eines Territorialstreits die Exporte nach Japan stoppte. Da China rund 60 Prozent der globalen Produktion und über 85 Prozent der Verarbeitungskapazitäten kontrolliert, suchen westliche Regierungen händeringend nach Alternativen.
Analysten werten mögliche Restriktionen als klaren Vorteil für Lynas. Das Unternehmen betreibt die Mt Weld Mine in Westaustralien sowie Verarbeitungsanlagen in Malaysia und gilt als wichtigster Akteur, um die Abhängigkeit von China zu verringern. Diese Positionierung wurde zuletzt durch eine Partnerschaft mit dem US-Unternehmen Noveon Magnetics im Oktober 2025 gestärkt, die den Aufbau einer US-Lieferkette für Magnete zum Ziel hat. Zudem produziert Lynas seit Mai 2025 als erste westliche Firma kommerzielle Mengen schwerer seltener Erden.
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Fundamentale Wende in Sicht?
Neben der Geopolitik hellen sich auch die operativen Aussichten auf. Konsensschätzungen von S&P Global zeichnen für das Geschäftsjahr 2026 ein positives Bild:
- Die Produktion seltener Erden soll um 53 Prozent auf 16.100 Tonnen steigen.
- Für die durchschnittlichen Verkaufspreise wird ein Anstieg um 47 Prozent auf 72,50 AUD pro Kilogramm erwartet.
- Der Umsatz könnte sich auf rund 1,1 Milliarden AUD fast verdoppeln.
Trotz dieser Wachstumsperspektiven bleiben Analysten vorsichtig. Von 15 Experten empfehlen derzeit nur knapp 47 Prozent die Aktie zum Kauf, während der Rest überwiegend zum Halten rät. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 15,30 AUD.
Wichtige Impulse werden nun am Mittwoch, den 21. Januar 2026, erwartet. Dann veröffentlicht Lynas die Ergebnisse für das abgelaufene Quartal. Investoren werden genau beobachten, ob CEO Amanda Lacaze die optimistischen Produktionsziele bestätigt und wie sich die jüngste Erholung der Neodym-Praseodym-Preise in den Büchern niederschlägt.
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