Lynas Aktie: Attraktive Wachstumsperspektiven
Weniger Produktion, aber deutlich mehr Geld in der Kasse – das Quartalsergebnis des Seltene-Erden-Produzenten verblüfft den Markt. Während operative Probleme in Australien die Fördermengen drückten, sorgte eine Preisexplosion für sprudelnde Einnahmen. Zusätzlich befeuern bestätigte Verhandlungen mit dem US-Verteidigungsministerium die Fantasie der Anleger: Winkt hier eine staatliche Absicherung gegen Marktschwankungen?
Umsatzsprung trotz Produktionsproblemen
Der entscheidende Treibstoff für den heutigen Kursanstieg von rund 7 Prozent liegt in der enormen finanziellen Effizienz des abgelaufenen Quartals. Lynas meldete einen Umsatz von 201,9 Millionen AUD, was einem massiven Anstieg von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Diese Zahl ist umso bemerkenswerter, da die physische Ausbeute deutlich sank. Die Produktion von Seltenen Erden fiel auf 2.382 Tonnen, nachdem im Vorquartal noch 3.993 Tonnen erreicht wurden. Als Ursache nannte das Unternehmen spezifische Stromausfälle in der Verarbeitungsanlage im westaustralischen Kalgoorlie.
Anleger honorieren jedoch, dass das Unternehmen dieses Manko durch extreme Preismacht mehr als ausgleichen konnte. Der durchschnittliche Verkaufspreis schoss auf 85,60 AUD pro Kilogramm nach oben – ein gewaltiger Unterschied zu den 49,20 AUD im Vorjahr. Diese Preisdynamik kompensierte die operativen Engpässe vollständig.
Der Pentagon-Joker
Neben den reinen Finanzkennzahlen stützt eine strategische Komponente den Kurs. CEO Amanda Lacaze bestätigte heute laufende Verhandlungen mit dem US-Verteidigungsministerium über einen sogenannten "Price Floor"-Mechanismus.
Konkret geht es um staatlich garantierte Mindestpreise für Seltene Erden, ähnlich dem Deal, den der Konkurrent MP Materials kürzlich abschloss. Eine solche Vereinbarung würde Lynas effektiv gegen extreme Marktvolatilität absichern und die Position als strategischer Lieferant außerhalb Chinas festigen. Nachdem der "Government Shutdown" in den USA die Gespräche im letzten Quartal verzögert hatte, schreiten diese nun voran.
Die Zahlen im Überblick:
- Aktienkurs: 16,27 AUD (+6,69 %)
- Quartalsumsatz: 201,9 Mio. AUD (+43 % zum Vorjahr)
- Verkaufspreis: 85,60 AUD/kg (Vorjahr: 49,20 AUD/kg)
- Produktion: 2.382 Tonnen (deutlicher Rückgang)
- Katalysator: Aktive Gespräche über US-Mindestpreise
Fazit und Ausblick
Das Management sieht einen strukturellen Wandel im Sektor, getrieben durch die Politik der G7-Staaten und gelockerte chinesische Exportkontrollen. Für den weiteren Kursverlauf ist nun entscheidend, wie schnell die Stromversorgung in Kalgoorlie stabilisiert werden kann, um die Volumina wieder zu steigern. Die aktuelle Marktreaktion und positive Einstufungen ("Strong Buy") von Instituten wie UBS und Goldman Sachs zeigen jedoch, dass Investoren derzeit das günstige Preisumfeld und die politische Rückendeckung höher gewichten als kurzfristige operative Hürden.
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