Lockheed Martin Aktie: Geopolitik treibt
Spannungen in Venezuela und ein neuer Großauftrag aus den USA für Taiwan rücken Lockheed Martin in den Vordergrund. Der Rüstungskonzern profitiert damit gleich von zwei Impulsen: kurzfristig von der Unsicherheit an den Märkten, mittelfristig von einem wachsenden Auftragsbuch. Entscheidend ist nun, ob sich dieser Rückenwind in den kommenden Quartalszahlen widerspiegelt.
Konflikt in Venezuela als Kurstreiber
Auslöser der jüngsten Kursdynamik ist die rasch eskalierende Lage in Venezuela. Berichte über eine direkte Beteiligung der US-Streitkräfte in der Region haben den gesamten Verteidigungssektor nach oben gezogen. Lockheed Martin gehörte dabei zu den stärksten Werten im Segment.
Die starke Nachfrage nach der Aktie zeigte sich auch im Handel: Das Volumen lag am Montag deutlich über dem Durchschnitt, was auf eine ausgeprägte Kaufbereitschaft größerer Marktteilnehmer hindeutet. In geopolitisch angespannten Phasen suchen Investoren häufig Unternehmen mit stabilen, staatlich abgesicherten Einnahmequellen – hier spielt Lockheed Martin seine Rolle als klassischer „Sicherheitswert“ aus.
Neuer Auftrag für Taiwan stärkt Pipeline
Parallel zur geopolitischen Nachrichtenlage meldete Lockheed Martin einen konkreten Vertragsgewinn. Die US-Luftwaffe vergab einen Auftrag über 328,5 Millionen US-Dollar zur Lieferung von Infrarot-Sensorik und Navigationshardware für Taiwan im Rahmen des Foreign Military Sales-Programms.
Kern des Deals ist die Produktion von 55 „Legion“ Infrared Search and Track (IRST)-Pods. Diese Systeme ermöglichen es Kampfflugzeugen, Ziele passiv über Wärmesignaturen zu erfassen – ein wichtiges Element moderner Luftkriegsführung. Gefertigt wird am Standort Orlando, die Fertigstellung ist bis Juni 2031 geplant.
Damit unterstreicht Lockheed Martin seine strategische Bedeutung als Ausrüster wichtiger US-Partner im indo-pazifischen Raum. Der langfristige Charakter des Auftrags sorgt zudem für bessere Planbarkeit von Umsatz und Auslastung über mehrere Jahre.
Technisches Bild: Nähe zum Hoch
Auch aus technischer Sicht wirkt die Aktie derzeit robust. Gestern schloss der Titel bei 509,66 US-Dollar und bewegt sich damit praktisch auf Höhe des 52-Wochen-Hochs von 511,57 US-Dollar. Zum 50- und 200-Tage-Durchschnitt weist die Aktie respektable Abstände von rund 22% beziehungsweise 25% auf – ein klares Zeichen für einen etablierten Aufwärtstrend.
Der 14-Tage-RSI liegt mit 50,3 im neutralen Bereich. Das deutet darauf hin, dass die Aktie trotz der deutlichen Kursgewinne der vergangenen Wochen kurzfristig weder technisch überkauft noch überverkauft ist. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von gut 51% zeigt allerdings, dass die Schwankungsbreite zuletzt deutlich erhöht war – passend zur geopolitischen Nachrichtenlage.
Blick auf die kommenden Zahlen
Der nächste feste Termin steht bereits: Am Donnerstag, den 29. Januar 2026, vor US-Handelsbeginn veröffentlicht Lockheed Martin die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025. Das Management hatte zuvor eine Gewinnprognose (EPS) von 22,15 bis 22,35 US-Dollar für das Geschäftsjahr ausgegeben.
Nachdem der Kurs in den vergangenen 30 Tagen um knapp 28% zugelegt hat und aktuell nahe am Jahreshoch notiert, rückt die Frage in den Vordergrund, ob der Konzern die hohen Erwartungen untermauern kann. Im Fokus der Investoren dürften insbesondere drei Punkte stehen:
- Entwicklung des Auftragsbestands vor dem Hintergrund der Konflikte in Venezuela und anderen Regionen
- Aktualisierung der Umsatz- und Ergebnisprognosen für 2026
- Fortschritte bei Lieferketten und Margen, insbesondere in länger laufenden Festpreisprogrammen
Kurzfristig bleibt die Lage in Venezuela der wichtigste Stimmungsfaktor für die Aktie. Mittelfristig wird der Markt vor allem darauf achten, wie stark sich der neue Taiwan-Auftrag und vergleichbare Projekte im Zahlenwerk 2026 und darüber hinaus niederschlagen.
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