Lockheed Martin hat ein neues Allzeithoch markiert. Rückenwind kommt vor allem vom Entwurf des US-Verteidigungshaushalts 2026 und der wachsenden Nachfrage nach Hyperschall-Systemen. Nach einer kurzen Verschnaufpause stellt sich die Frage, ob die Rally weiterlaufen kann.

  • Neues Allzeithoch bei 586,85 US-Dollar
  • Geplanter US-Verteidigungshaushalt 2026: 1,01 Billionen US-Dollar
  • 3,9 Milliarden US-Dollar für Hyperschallwaffen vorgesehen
  • Starke Kursentwicklung, aber Bewertungsdiskussion nimmt zu

Rekordhoch und Budget-Fantasie

Am Dienstag stieg die Aktie im Tagesverlauf auf 586,85 US-Dollar und erreichte damit ein neues 52-Wochen- und Allzeithoch. Im Verlauf setzten jedoch Gewinnmitnahmen ein, der Schlusskurs lag bei 575,65 US-Dollar, ein Minus von 1,2 %.

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Der Kursanstieg erfolgt vor dem Hintergrund eines geplanten US-Verteidigungsetats von 1,01 Billionen US-Dollar für 2026. Das signalisiert anhaltend hohe Ausgaben für Programme, an denen Lockheed Martin maßgeblich beteiligt ist.

Konkret wurden unter anderem Anfragen des Pentagon für 245 PAC‑3/MSE-Raketen bekannt, ein wichtiges Element moderner Luftverteidigung. Zudem sieht der Entwurf 3,9 Milliarden US-Dollar für die Entwicklung von Hyperschallwaffen vor. Rund 400 Millionen US-Dollar davon sind explizit für neue Hyperschall-Fähigkeiten vorgesehen, von denen Lockheed Martin profitieren soll. Diese Perspektiven stützen die positive Stimmung, die die Aktie seit Jahresbeginn um knapp 16 % nach oben getrieben hat.

Auf Analystenseite überwiegt ein konstruktiver Blick. BNP Paribas führt die Aktie mit „Strong Buy“, Susquehanna hat ein Kursziel von 660 US-Dollar ausgerufen. Das liegt deutlich über dem durchschnittlichen Konsenskursziel von rund 543 US-Dollar und zeigt die Spannbreite der Einschätzungen zwischen Momentum und klassischer Bewertung.

Bewertung, Risiko und Umfeld

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 31,7 notiert die Aktie unter dem Branchenmittel von 37,8. Trotz Rekordkursen lässt sich damit argumentieren, dass sie im Sektorvergleich nicht überzogen bewertet ist. Andererseits deuten Bewertungsmodelle, etwa von Simply Wall St, darauf hin, dass der Titel rund 9 % über einem geschätzten fairen Wert von 528 US-Dollar liegen könnte – vor allem nach dem rund 21-prozentigen Anstieg innerhalb eines Monats.

Das geopolitische Umfeld bleibt ein wesentlicher Treiber. Steigende Spannungen, unter anderem im Zusammenhang mit der sogenannten „Greenland Crisis“ und der Lage rund um Venezuela, haben den Volatilitätsindex VIX über die Marke von 20 geschoben. Das lenkt Kapital in als defensiv wahrgenommene Rüstungswerte wie Lockheed Martin. Gleichzeitig sorgt politische Diskussion über mögliche Einschränkungen von Aktienrückkäufen für Unsicherheit beim Thema Kapitalrückführung an die Aktionäre.

Operativ gibt es ebenfalls Herausforderungen. Rund 6,9 Milliarden US-Dollar an Rüstungsgütern im Rahmen von Foreign Military Sales nach Japan sind laut Berichten noch nicht ausgeliefert, vor allem wegen Engpässen in den Lieferketten. Der Rückstand steht zwar für gesicherte zukünftige Umsätze, verweist aber auch auf den Druck, Bestellungen zügig in bilanzierten Umsatz zu überführen.

Ausblick auf die Zahlen

Der Blick richtet sich nun auf die Vorlage der Zahlen zum vierten Quartal, die für den 29. Januar 2026 angekündigt ist. Der Markt wird genau verfolgen, ob die Rekordauslieferung von 191 F‑35-Jets im Jahr 2025 in eine stärkere Cashflow-Entwicklung mündet und ob sich die Lieferkettenprobleme bei internationalen Programmen entschärfen.

Charttechnisch gilt der Bereich um 575 US-Dollar als erste Bewährungsprobe. Ein nachhaltiger Rutsch darunter könnte den Weg in Richtung 540 US-Dollar öffnen, während ein überzeugender Quartalsbericht neuen Schwung liefern und die psychologisch wichtige Marke von 600 US-Dollar in den Fokus rücken dürfte. Angesichts eines Verteidigungshaushalts, der ausdrücklich Raketenabwehr und Hyperschalltechnologien favorisiert, bleibt das fundamentale Umfeld für das kommende Fiskaljahr grundsätzlich unterstützend.

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