Live Nation steht unter erheblichem juristischem Druck. Während CEO Michael Rapino in New York interne Geschäftspraktiken verteidigen muss, fordern zahlreiche US-Bundesstaaten weiterhin eine strukturelle Zerschlagung des Marktführers. Die jüngsten Aussagen vor Gericht werfen ein Schlaglicht auf die umstrittene Preisgestaltung des Konzerns.

„Abscheuliche“ interne Kommunikation

In der vergangenen Woche stand Rapino im Fokus einer Kartellrechtsklage, die von über 30 US-Bundesstaaten vorangetrieben wird. Besonders brisant: Interne Nachrichten von Mitarbeitern über Strategien bei Parkplatzgebühren wurden öffentlich. Der CEO bezeichnete diese Korrespondenz vor Gericht als „abscheulich“ und kündigte interne Disziplinarmaßnahmen an.

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Obwohl Live Nation bereits am 5. März einen Vergleich mit dem US-Justizministerium erzielt hat, geben sich die klagenden Bundesstaaten damit nicht zufrieden. Der bisherige Deal sieht die Abgabe von 13 Exklusivverträgen für Amphitheater und einen Entschädigungsfonds in Höhe von 280 Millionen US-Dollar vor. Die Staaten fordern jedoch tiefergreifende Einschnitte, die das Zusammenspiel zwischen dem Konzertveranstalter und der Ticketplattform Ticketmaster dauerhaft verändern könnten.

Neue Regeln im Ticket-Zweitmarkt

Parallel zu den US-Prozessen reagiert das Unternehmen auf regulatorische Änderungen in Kanada. Die Provinz Ontario plant, Wiederverkaufspreise für Tickets auf den Originalwert zu deckeln. Überraschenderweise unterstützt Live Nation diesen Vorstoß öffentlich. Das Management setzt damit auf eine Strategie der Transparenz, um den oft kritisierten Zweitmarkt einzudämmen.

An der Börse sorgten die juristischen Unsicherheiten am Freitag für einen Kursrückgang von 3,16 % auf 128,75 Euro. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 36,4 nähert sich das Papier damit einer technisch überverkauften Situation.

Operative Expansion geht weiter

Trotz der rechtlichen Hürden treibt das Unternehmen sein Tagesgeschäft voran. Neben Investitionen in Osteuropa, speziell in Rumänien und der Slowakei, wurde das Line-up für das Lollapalooza-Festival 2026 bestätigt. Zudem engagiert sich die hauseigene Filmsparte als Produzent für das neue Projekt „Untitled Kyoto“. Nachdem die US-Bundesstaaten ihre Beweisaufnahme in Kürze abschließen, verlagert sich der Fokus auf die Frage, ob das Gericht tatsächlich eine strukturelle Trennung von Promotion und Ticketing anordnet.

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