Klarna Aktie: Entscheidender Tag
Heute endet die Lock-up-Frist für Klarna – ein struktureller Meilenstein, der 335 Millionen Aktien aus der Zeit vor dem Börsengang freisetzt. Das Problem: Die Aktie notiert bereits weit unter dem Ausgabepreis, und nun droht zusätzlicher Verkaufsdruck.
Die Mechanik hinter der Lock-up-Freigabe
Von insgesamt 378 Millionen ausstehenden Stammaktien unterliegen rund 335 Millionen der Lock-up-Frist, die am 9. März 2026 ausläuft. Etwa 97 Millionen Aktien befinden sich im Besitz von Großaktionären, Führungskräften und Aufsichtsratsmitgliedern. Die verbleibenden 177 Millionen Aktien halten Altaktionäre, die nicht als Insider gelten.
Klarna selbst betont: Ein direkter Zugang zum Handel ist nicht möglich. Da die Gesellschaft nach englischem Recht gegründet wurde, sind die Alt-Aktien nicht unmittelbar börsenhandelsfähig. Aktionäre müssen ihre Anteile zunächst über den Transferagenten Computershare umwandeln lassen – ein Prozess, der sieben bis zehn Werktage dauert.
Bereits beim Börsengang im September 2025 verkauften Bestandsaktionäre 34,4 Millionen Aktien zum Preis von 40 US-Dollar. Zudem ermöglichte Klarna Mitarbeitern mit unverfallbaren RSUs einen vorzeitigen Verkauf – explizit ausgenommen von der sechsmonatigen Standardfrist.
Massive Kursverluste vor kritischer Marke
Die Lock-up-Freigabe trifft die Aktie in einer Phase erheblicher Schwäche. Innerhalb eines Monats verlor das Papier rund 43 Prozent an Wert, über drei Monate summieren sich die Verluste auf 56 Prozent. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 12,50 bis 57,20 US-Dollar.
Das duale Aktienmodell verschärft die Situation: Während börsengehandelte Klasse-A-Aktien ein Stimmrecht pro Anteil gewähren, verfügen Klasse-B-Aktien über zehn Stimmen – ein Hebel, der vor allem Altaktionären zugutekommt.
Wachstum ohne Gewinn
Die jüngsten Jahreszahlen für 2025 zeigen ein ambivalentes Bild. Das Bruttowarenvolumen stieg um 22 Prozent auf 127,9 Milliarden US-Dollar, der Umsatz legte um 25 Prozent auf 3,5 Milliarden US-Dollar zu. Doch unterm Strich stand ein Verlust von 0,79 US-Dollar je Aktie.
Die Zahl aktiver Nutzer wuchs um 28 Prozent auf 118 Millionen, die Händlerbasis um 42 Prozent auf 966.000. Der Umsatz je Mitarbeiter erreichte 1,24 Millionen US-Dollar – nach einem Stellenabbau von 49 Prozent seit 2022.
Morgan Stanley bekräftigte seine neutrale Einschätzung mit einem Kursziel von 16 US-Dollar. BofA Securities startete die Coverage mit einer Kaufempfehlung und einem Ziel von 21 US-Dollar. CEO Sebastian Siemiatkowski kündigte für die zweite Jahreshälfte 2026 steigende Margen an und strebt langfristig eine operative Marge von über 6,9 Prozent an.
Ausblick: Angebot trifft auf schwachen Kurs
Entscheidend wird sein, wie viele der nun freigegebenen Aktien tatsächlich auf den Markt kommen – und wie schnell. Die sieben- bis zehntägige Umwandlungsfrist dämpft zumindest einen abrupten Angebotsschub. Dennoch steht Klarna vor der Herausforderung, seine Wachstumsstory gegen anhaltende Verluste und ein potenziell steigendes Aktienangebot zu verteidigen.
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