Kering Aktie: Unterschätzte Risikoquellen?

Der französische Luxusgüterkonzern Kering zeigt sich kurzfristig erholt - doch hinter der jüngsten Hausse lauern ernste Warnsignale. Während die Aktie zuletzt um über 4% in einer Woche zulegte, bleiben die fundamentalen Bedenken der Analysten unverändert. Das US-Analysehaus Bernstein Research sieht den Titel trotzdem deutlich überbewertet und setzt ein Kursziel, das beunruhigend weit unter der aktuellen Notierung liegt.
Düstere Prognose: Bricht jetzt alles zusammen?
Bernstein Research belässt Kering zwar auf "Market-Perform", doch das ausgegebene Kursziel von 170 Euro spricht eine deutliche Sprache. Es liegt satte 27% unter dem aktuellen Niveau von 234,10 Euro. Analyst Luca Solca begründet diese Einschätzung mit dem eher schwachen Wachstum der vergangenen zwei Jahre im Luxusgütersektor. Seine Analyse vom 27. August kommt zu einem ernüchternden Fazit: Die Bewertungen erscheinen angesichts der mauen Entwicklung als angemessen.
Doch was bedeutet das konkret für Anleger? Die jüngste Erholung der Aktie wirkt vor diesem Hintergrund wie ein Strohfeuer. Trotz eines Kurssprungs von 2,29% auf 234,85 Euro am Donnerstag zeigen sich bereits wieder Ermüdungserscheinungen. Heute verlor die Aktie leicht um 0,32% - ein erstes Indiz, dass die Hausse-Bewegung an Schwung verliert.
Fundamentale Schwächen: Die Baustellen des Konzerns
Die Skepsis der Analysten ist nicht unbegründet. Kering kämpft mit mehreren strukturellen Herausforderungen:
- Nach unten revidierte Erwartungen: Sowohl Umsatz- als auch Gewinnschätzungen wurden in den vergangenen zwölf Monaten regelmäßig nach unten korrigiert
- Geringe Dividendenzahlungen: Mit 6,00 Euro je Aktie in 2024 und 2025 gehört Kering nicht zu den renditestarken Titeln
- Signifikant unter Jahreshoch: Die aktuelle Notierung liegt 16,6% unter dem 52-Wochen-Hoch von 280,70 Euro
Kann das Unternehmen diese fundamentalen Schwächen überwinden? Analyst Solca sieht immerhin einen Lichtblick: Eine Wachstumsverbesserung im Jahr 2026 könnte neuen Bewertungsspielraum eröffnen. Bis dahin jedoch dominiert die Skepsis das Bild.
Kurzfristige Chance für Trader?
Interessant: Die Marktanalyse vom 29. August deutet darauf hin, dass sich das Timing für Short-Positionen über einen kurzfristigen Trading-Zeitraum begünstigt sehen könnte. Die technischen Indikatoren unterstützen diese Einschätzung - der RSI von 46,8 zeigt weder überkaufte noch überverkaufte Konditionen, was Raum für weitere Bewegung nach beiden Seiten lässt.
Trotz der jüngsten Erholung bleibt Kering ein Titel mit erkennbaren Risiken. Die große Frage ist, ob der Konzern die Erwartungen für 2026 tatsächlich erfüllen kann - oder ob die aktuelle Bewertung noch weiter korrigiert werden muss. Für Anleger heißt das: Vorsicht vor dem scheinbaren Aufwärtstrend.
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