Infineon Aktie: Zölle bedrohen Rally
Frische Analysten-Upgrades und starke Branchendaten treiben die Infineon Aktie in Richtung ihres Jahreshochs. Doch ausgerechnet jetzt droht Gefahr aus Washington: Mögliche US-Importzölle auf europäische Autos könnten den wichtigsten Kundenkreis des Chipherstellers empfindlich treffen. Die Abhängigkeit vom schwächelnden Automobilsektor wird zum Risikofaktor.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Jefferies stuft Infineon als "Top-Pick 2026" ein und hebt Kursziel auf 52 Euro
- Barclays erhöht Kursziel auf 44 Euro – KI-Geschäft entwickelt sich dynamischer als erwartet
- US-Zollpläne gegen europäische Nato-Staaten belasten die Perspektive
- Quartalszahlen am 4. Februar werden zeigen, wie stark geopolitische Risiken bereits durchschlagen
- TSMC-Zahlen sorgen für positive Stimmung im gesamten Halbleitersektor
Analysten setzen auf KI-Potenzial
Das Timing der Analystenkommentare könnte kaum besser sein. Während der taiwanische Branchenprimus TSMC mit starken Quartalszahlen die gesamte Tech-Branche beflügelt, legen internationale Investmentbanken bei Infineon nach. Jefferies sieht den Münchner Chipkonzern als einen der aussichtsreichsten Werte für das laufende Jahr.
Der Grund für den Optimismus: Das Geschäft mit Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren läuft deutlich besser als ursprünglich kalkuliert. Auch Barclays bestätigt diesen Trend und passt die Prognosen entsprechend an. Die strategische Neuausrichtung in Richtung Künstliche Intelligenz zahlt sich aus – zumindest in diesem Segment.
Automotive-Exposure wird zur Belastung
Doch die starke Positionierung im Automobilgeschäft, lange Zeit ein Erfolgsgarant, entwickelt sich zunehmend zum Klumpenrisiko. Sollten die angekündigten US-Zölle auf europäische Fahrzeugimporte tatsächlich kommen, würden deutsche Autobauer ihre Produktion drosseln müssen. Die Folge: Auftragsrückgänge bei Infineon, deren Chips in nahezu jedem modernen Fahrzeug verbaut sind.
Die politischen Signale aus Washington setzen damit die jüngsten Kursgewinne unter Druck. Was als robuste Rally mit Unterstützung durch positive Analystenstimmen begann, steht nun vor einer externen Bewährungsprobe, die das Management kaum beeinflussen kann.
Quartalsvorlage als Lackmustest
Am 4. Februar legt Infineon die Zahlen für das erste Geschäftsquartal vor. Diese Veröffentlichung dürfte entscheidend dafür sein, wie der Markt die Aktie in den kommenden Wochen bewertet. Anleger werden vor allem darauf achten, ob sich die geopolitischen Unsicherheiten bereits in den Auftragsbüchern niederschlagen und ob das starke KI-Segment die Schwäche im Automotive-Bereich kompensieren kann. Die Antwort auf diese Fragen bestimmt, ob die Aktie ihren Aufwärtstrend fortsetzen kann oder ob der Rally vorerst die Luft ausgeht.
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