Die Schweizer Großbank UBS hat die Infineon-Aktie am Donnerstagabend von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 47 auf 45 Euro gesenkt. Analyst Francois-Xavier Bouvignies nennt drei konkrete Risiken, die das Kurspotenzial des Chipkonzerns zunächst einschränken. Im Tradegate-Handel verlor die Aktie zeitweise 1,82 Prozent auf 41,63 Euro.

Drei Risikofaktoren bremsen Kursfantasie

Bouvignies bleibt mittelfristig zwar optimistisch für Infineon, sieht kurzfristig jedoch erhebliche Belastungsfaktoren. Das erste Problem: Das KI-Umsatzziel bis 2027 lässt nur wenig Spielraum nach oben. Die ambitionierten Vorgaben sind bereits weitgehend in den Erwartungen eingepreist.

Das zweite Risiko wiegt schwerer: Die Nachfrage aus China lässt nach, während lokale Wettbewerber zunehmend Druck aufbauen. Chinesische Chipfirmen erobern Marktanteile – ein strukturelles Problem für westliche Halbleiterhersteller.

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Drittens dürfte die erhoffte Margenverbesserung länger auf sich warten lassen als erhofft. Die Kostenstruktur lässt sich nicht so schnell optimieren wie ursprünglich kalkuliert.

Aktienrückkauf planmäßig abgeschlossen

Parallel verkündete Infineon am 5. März den planmäßigen Abschluss seines Aktienrückkaufprogramms 2026. Zwischen dem 23. Februar und dem 4. März erwarb das Unternehmen wie angekündigt 4 Millionen eigene Aktien über die Xetra-Plattform. Der Gesamtkaufpreis belief sich auf 177,7 Millionen Euro, was einem durchschnittlichen Erwerbspreis von 44,43 Euro pro Aktie entspricht.

Allein in der zweiten Programmwoche vom 2. bis 4. März kaufte Infineon 2,47 Millionen Aktien zurück. Am 2. März waren es 600.000 Stück zu durchschnittlich 44,61 Euro, am 3. März 960.000 Aktien zu 42,05 Euro und am 4. März weitere 906.343 Aktien zu 43,33 Euro.

Das Rückkaufprogramm signalisiert Vertrauen des Managements in die eigene Aktie – steht aber im Kontrast zur skeptischeren Einschätzung der UBS-Analysten.

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