Infineon Aktie: Hohe Erwartungen
Infineon steht wenige Wochen vor der nächsten Quartalsbilanz – und der Druck ist spürbar. Analysten rechnen mit einem deutlichen Sprung bei Umsatz und Gewinn, während der Kurs nach einer starken Rally zuletzt etwas an Schwung verliert. Entscheidend wird nun, ob das Zahlenwerk am 4. Februar diese Vorschusslorbeeren rechtfertigen kann.
Deutlich höherer Gewinn erwartet
Für das abgelaufene Quartal signalisiert der Analystenkonsens einen klaren Ergebnissprung. Beim Gewinn je Aktie (EPS) werden im Schnitt 0,333 Euro erwartet. Das entspräche einem Plus von rund 85 % gegenüber den 0,180 Euro je Aktie im Vorjahreszeitraum.
Auch auf der Umsatzseite stellt sich der Markt auf Wachstum ein. Die Prognosen liegen bei etwa 3,64 Milliarden Euro und damit gut 6 % über den rund 3,42 Milliarden Euro des Vergleichsquartals. Damit wären sowohl Erlöse als auch Profitabilität deutlich auf Kurs – ein wichtiger Punkt in einem konjunkturell anspruchsvollen Umfeld für die Halbleiterbranche.
Die wichtigsten Eckdaten der Erwartungen:
- Erwartetes EPS: ca. 0,333 Euro
- EPS-Wachstum ggü. Vorjahr: rund +85 %
- Erwarteter Umsatz: ca. 3,64 Mrd. Euro
- Umsatzwachstum ggü. Vorjahr: gut +6 %
Vor diesem Hintergrund wird die Präsentation am 4. Februar zu einem zentralen Test, ob Infineon seine Rolle als europäischer Schlüsselspieler im Chipsektor untermauern kann.
Kurs konsolidiert nach Rally
An der Börse zeigt sich der Titel im Vorfeld der Zahlen eher vorsichtig. Die Aktie schloss gestern bei 40,63 Euro und liegt damit rund 4,5 % unter dem 52‑Wochen-Hoch von 42,53 Euro, das Mitte Januar markiert wurde. Auf Sicht von zwölf Monaten steht dennoch ein kräftiges Plus von gut 19 % zu Buche.
Charttechnisch bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend intakt. Der Kurs notiert klar über den gleitenden Durchschnitten der vergangenen 50, 100 und 200 Tage; zum 200‑Tage-Durchschnitt beträgt der Abstand aktuell gut 15 %. Nach dem starken Anstieg seit dem 52‑Wochen-Tief von 24,09 Euro im April – ein Zuwachs von knapp 69 % – ist die jüngste Verschnaufpause daher wenig überraschend.
Der 14‑Tage-RSI von 46,3 signalisiert zudem ein neutrales Momentum. Von einer Überhitzung ist der Titel derzeit entfernt, aber die sehr hohe 30‑Tage-Volatilität von über 67 % zeigt, dass kurzfristig deutliche Ausschläge in beide Richtungen möglich bleiben.
Bedeutung für den Halbleitersektor
Die anstehenden Zahlen haben nicht nur für Infineon selbst Gewicht. Nach starken Vorgaben globaler Branchengrößen wie TSMC richten sich die Blicke nun auf den deutschen Konzern als wichtigen Referenzwert für den europäischen Halbleitermarkt.
Im Mittelpunkt der Auswertung dürfte stehen,
- ob das erwartete Umsatzwachstum im aktuellen Marktumfeld nachhaltig wirkt,
- wie robust sich die Profitabilität in den einzelnen Geschäftsfeldern zeigt
- und ob das Unternehmen einen Ausblick liefert, der die aktuelle Erwartungshaltung stützt.
Fazit: Die Aktie geht mit einem klaren Aufwärtstrend, aber steigender Vorsicht in den Markt in die neue Berichtssaison. Am 4. Februar entscheidet sich, ob die starke operative Entwicklung die ambitionierten Prognosen bestätigt und dem Kurs neues Potenzial eröffnet oder ob die hohen Erwartungen zunächst eine engere Konsolidierung nach sich ziehen.
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